Elon Musk und bereits über 1000 anerkannte Tech-Führungskräfte und Wissenschaftler*innen haben in einem von ihnen unterzeichneten offenen Brief einen vorübergehenden Stopp beim öffentlichen Trainieren der großen KI Systeme gefordert. Sie drängen auf Vorsicht bei der KI-Entwicklung bzw. bei der öffentlichen KI-Betatests, damit leistungsstarke KI-Systeme erst dann geschaffen werden, wenn ihre positiven Auswirkungen garantiert und die damit verbundenen Risiken akzeptabel sind.

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IT-Systeme mit künstlicher Intelligenz bestehen nicht nur aus Algorithmen, sondern die Inhalte, also Daten, sind ein wichtiger Bestandteil von deren Leistungsfähigkeit. Derzeit werden Systeme wie ChatGPT der Öffentlichkeit zugänglich gemacht einerseits als einen großen öffentlichen Betatest, andererseits werden die Algorithmen auch mit Daten aus Nutzereingaben gefüttert.

In dem Brief rufen sie Unternehmen, die im Bereich KI tätig sind, dazu auf, für die nächsten sechs Monate freiwillig auf das öffentliche Trainieren von KI-Systemen zu verzichten, die leistungsfähiger als GPT-4 sind. GPT-4 ist das neueste Sprachmodell von OpenAI, dem Marktführer, und bildet die Basis für Bing Chat. Wenn die Firmen dieser Aufforderung nicht nachkommen, verlangen die rund 1000 Unterzeichnenden ein Eingreifen von Regierungen.

Angst vor der Zukunft

Zu den namhaften Unterstützern gehören unter anderem Tesla/SpaceX/Twitter-CEO Elon Musk, Apple-Mitgründer Steve Wozniak und der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat Andrew Yang. Auch Mitarbeiter*innen von Meta und Google, die selbst an KI-Projekten beteiligt sind, haben den offenen Brief unterzeichnet. Sie skizzieren ein bedrohliches Szenario.

Die Unterzeichnenden fragen, ob wir Maschinen erlauben sollten, uns mit Propaganda und Falschinformationen zu überfluten, ob wir sämtliche Jobs automatisieren sollten, auch jene, die uns Erfüllung bringen, und ob wir nichtmenschliche Gehirne entwickeln sollten, die eines Tages uns überlegen sein und uns ersetzen könnten. Sie stellen die Frage, ob wir das Risiko eingehen sollten, die Kontrolle über unsere Zivilisation zu verlieren.

Erste kürzlich haben wir von Mimikama dieses Thema aufgegriffen und haben uns die Frage gestellt: Kann künstliche Intelligenz (KI) für kriminelle Zwecke, wie Betrug, Falschinformationen und Cyberkriminalität missbraucht werden? Die Antwort ist ja. Lesen Sie hier, wie Betrüger und Kriminelle Künstliche Intelligenz für Betrug, Falschinformation und Cybercrime nutzen

Musk distanziert sich

Die rasante Entwicklung der KI in kurzer Zeit hat selbst Menschen in der Tech-Industrie überrascht. Musk, einst ein Förderer von OpenAI, trennte sich 2018 von der Organisation und äußerte sich vermehrt kritisch über deren Aktivitäten.

Das Unternehmen lieferte auch ausreichend Grund für Kritik. OpenAI begann als gemeinnützige Organisation, die sich der offenen und transparenten KI-Entwicklung verschrieben hatte. Mittlerweile hält OpenAI jedoch große Teile seiner eigenen Produkte geheim und scheint sich ausschließlich auf Profitmaximierung zu konzentrieren.


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Co-Autor: Brian M.

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2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)