Den Facebook-Statusbeitrag mit dem schockierenden Bild eines Zugunglücks haben viele von uns schon gesehen. Die Überschrift lautet: „Zwei Züge kollidierten frontal – mehr als 20 Tote!“ Doch der Ort wechselt ständig. Warum ist das so? Ganz einfach: Weil es sich nicht um ein echtes Zugunglück handelt. Es ist eine gemeine Falle von Betrügern, die nur eines wollen: Ihre persönlichen Facebook-Daten.

(Hinweis: Zu sehen auch ein Bild eines Zugunglücks! Das Bild selbst ist kein Fake. Hierbei handelt es sich um ein Unglück vom Juni 1998! Nach dem Bruch eines Radreifens prallen im niedersächsischen Eschede mehrere Waggons eines ICE bei Tempo 200 gegen eine Straßenbrücke. 101 Menschen sterben damals dabei!) Es handelt sich aktuell um diesen Statusbeitrag:

Screenshot: Fake-Zugunglück mit dem Titel: "Zwei Züge kollidierten frontal - mehr als 20 Tote!"
Screenshot: Fake-Zugunglück mit dem Titel: „Zwei Züge kollidierten frontal – mehr als 20 Tote!“

Vom Facebook-Beitrag „Zwei Züge kollidierten frontal – mehr als 20 Tote!“ zur gefälschten Website


Klickt man auf den Statusbeitrag, gelangt man nicht zu einem Video des angeblichen Zugunglücks. Stattdessen öffnet sich eine Webseite, die aussieht, als käme sie von Facebook. Doch Vorsicht: Das ist sie nicht! Die Betrüger haben die Seite nur nachgebaut.

Screenshot: Von Betrügern erstelle Fake-Webseite von Facebook
Screenshot: Von Betrügern erstelle Fake-Webseite von Facebook

Dort erscheint ein Fenster, in das man seinen Facebook-Namen und sein Passwort eingeben soll. Aber bitte nicht! Dieses Anmeldefenster ist gefälscht. Es ist eine so genannte Phishing-Falle. Das bedeutet: Die Betrüger wollen an Ihre Daten kommen.

Screenshot: Fake Log-in-Anmeldefenster von Facebook
Screenshot: Fake Log-in-Anmeldefenster von Facebook

Die Angst und Neugier der Nutzer als Waffe


Diese Betrüger nutzen die Angst und Neugier der Menschen aus. Sie erfinden schreckliche Unfälle, um Aufmerksamkeit zu erregen. Viele Menschen wollen dann mehr wissen und klicken auf die Nachricht. Genau darauf hoffen die Betrüger.

Was passiert mit meinem Facebook-Konto?


Was machen Betrüger, wenn sie Ihre Zugangsdaten haben? Sie können sich als Sie ausgeben und schreiben, was sie wollen. Sie können Ihre Freunde belästigen oder ihnen Fallen stellen. Und sie können Ihre Daten weiterverkaufen.

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Wie schütze ich mich vor solchen Fallen?


Es gibt einige Dinge, die Sie machen können, um sich zu schützen.

  • Erstens: Seien Sie vorsichtig und misstrauisch. Glauben Sie nicht alles, was Sie auf Facebook lesen.
  • Zweitens: Geben Sie Ihre Anmeldedaten nie auf einer Seite ein, die Sie nicht kennen.
  • Und drittens: Ändern Sie Ihr Facebook-Passwort regelmäßig. Das macht es Betrügern schwerer.

Nicht jeder, der teilt, ist ein Betrüger


Es ist wichtig zu verstehen, dass nicht jeder, der solche Statusbeiträge teilt, ein Betrüger ist. Oft sind die Personen, die solche Beiträge teilen, selbst Opfer dieser fiesen Masche geworden. Sie wurden getäuscht und haben den Beitrag geteilt, ohne zu wissen, dass es sich um eine Falle handelt. Manchmal geschieht das Teilen sogar automatisch, ohne dass die Person es überhaupt merkt.

Wenn Ihre Freunde solche Beiträge teilen

Wenn Sie sehen, dass einer Ihrer Freunde einen solchen Beitrag geteilt hat, bedeutet das nicht, dass er oder sie ein Betrüger ist. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Ihr Freund oder Ihre Freundin selbst getäuscht wurde. Es ist auch möglich, dass der Beitrag ohne ihr Wissen geteilt wurde.

Was können Sie tun?

In einem solchen Fall ist es wichtig, mit der betroffenen Person in Kontakt zu treten. Informieren Sie sie darüber, dass der Beitrag, den sie geteilt haben, Teil einer Betrugsaktion ist. Raten Sie ihnen, ihr Passwort zu ändern und Facebook über das Problem zu informieren.

Schutz durch Aufklärung

Es ist also klar: Die wirklichen Betrüger sind diejenigen, die solche gefälschten Statusbeiträge erstellen und die Daten unschuldiger Nutzer stehlen wollen. Aber indem wir uns gegenseitig informieren und aufklären, können wir uns besser schützen und diese fiesen Maschen vereiteln. Wir alle können dazu beitragen, das Internet zu einem sichereren Ort zu machen.

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Hilfe, ich bin Opfer dieses Betrugs geworden!


Wenn Sie befürchten, Opfer dieses Betrugs geworden zu sein, geraten Sie nicht in Panik! Es gibt Schritte, die Sie unternehmen können, um die Kontrolle über Ihr Facebook-Konto wiederzuerlangen und sich vor weiterem Schaden zu schützen.

Ändern Sie Ihr Passwort sofort

Als erstes sollten Sie Ihr Facebook-Passwort ändern. Dadurch können Betrüger nicht mehr auf Ihr Konto zugreifen. Stellen Sie sicher, dass Sie ein starkes und einzigartiges Passwort verwenden, das Sie nirgendwo anders verwenden.

Überprüfen Sie Ihre Kontoeinstellungen

Überprüfen Sie anschließend Ihre Kontoeinstellungen. Gibt es Änderungen, die Sie nicht vorgenommen haben? Zum Beispiel neue Freunde, die Sie nicht hinzugefügt haben, oder Beiträge, die Sie nicht verfasst haben? Wenn ja, nehmen Sie die notwendigen Änderungen vor.

Wenden Sie sich an Facebook

Informieren Sie Facebook über den Vorfall. Dies ist über das Hilfe-Center möglich. Facebook hat ein spezielles Team, das sich um Sicherheitsprobleme kümmert. Sie können dabei helfen, Ihr Konto zu sichern und Maßnahmen gegen die Betrüger zu ergreifen. (LINK)

Setzen Sie die zweistufige Authentifizierung auf

Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme können Sie die zweistufige Authentifizierung aktivieren. Das bedeutet, dass Sie zusätzlich zu Ihrem Passwort eine zweite Form der Bestätigung benötigen, um auf Ihr Konto zugreifen zu können, z. B. einen Code, der an Ihr Telefon gesendet wird.

Warnen Sie Ihre Freunde

Informieren Sie Ihre Freunde und Familie über den Vorfall, damit sie nicht ebenfalls verdächtige Nachrichten oder Beiträge von Ihrem Konto erhalten. Es ist auch eine gute Idee, ihnen zu erklären, wie sie sich vor ähnlichen Betrügereien schützen können.

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Erinnern Sie sich, dass Sie nicht allein sind. Viele Menschen fallen auf solche Betrügereien herein. Wichtig ist, dass Sie aus dem Vorfall lernen und Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass es nicht wieder passiert.

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)