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Hydraulischer Abgleich: Was ist das?

Durch den hydraulischen Abgleich sollen alle Heizkörper gleichmäßig mit der notwendigen Menge Heizungswasser versorgt werden.

Claudia Spiess

Ein hydraulischer Abgleich ist insbesonde dann sinnvoll, wenn man mit einer Wärmepumpe heizt oder mit einem Brennwertgerät. Auch nach größeren Wärmedämmmaßnahmen sollte der hydraulische Abgleich durchgeführt werden.

Hydraulischer Abgleich zur Heizungsoptimierung

Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass durch alle Heizkörper die richtige Wassermenge fließen kann. Das Wasser im Heizungs-System sucht grundsätzlich den Weg mit dem geringsten Widerstand. Das heißt: Wasser fließt eher durch kurze und dicke statt durch lange und dünne Heizungsrohre. Dadurch kann es sein, dass Zimmer, die vom Heizkessel weiter entfernt sind, zu wenig Heizwasser abbekommen. Bei nahen Räumen mit zu viel Wasserdruck kann das Thermostatventil nicht mehr sauber arbeiten.

Oft wird bei solchen Problemen einfach die Wassertemperatur oder der Pumpendruck erhöht – das ist aber keine energiesparende Lösung, sagt Cathrin Becker, Energieberaterin der Verbraucherzentrale. Zudem können durch zu hohen Pumpendruck Geräusche entstehen, zum Beispiel ein Rauschen oder Pfeifen.

Durch den hydraulischen Abgleich sollen alle Heizkörper gleichmäßig mit der notwendigen Menge Heizungswasser versorgt werden. Zu diesem Zweck muss zunächst der Heizbedarf der Räume ermittelt werden. Der Experte von der Heizungsfirma entscheidet, ob die vorhandenen Heizkörper die richtige Größe haben oder ausgetauscht werden müssen. In einem zweiten Schritt wird für jeden Heizkörper berechnet, welche Wassermenge hindurch fließen muss. Unter Umständen werden nur die Ventile an den Heizkörpern ausgetauscht und auf die berechneten Wassermengen eingestellt.

Außerdem wird im Zuge des hydraulischen Abgleichs die Heizungspumpe auf den richtigen Druck und die Heizkurve optimal eingestellt.

Ein hydraulischer Abgleich ist insbesonde dann sinnvoll, wenn man mit einer Wärmepumpe heizt oder mit einem Brennwertgerät. Auch nach größeren Wärmedämmmaßnahmen sollte der hydraulische Abgleich durchgeführt werden.

Es gibt einige Sonderfälle

In Gebäuden mit Fußbodenheizung, Wandheizung oder gemischten Heizungsformen sowie bei „Einrohr-Heizungen“ ist der hydraulische Abgleich zwar möglich, aber wesentlich aufwendiger durchzuführen.

Weitere Tipps zum Energiesparen sowie Beratung zu den Themen Wärmedämmung, Heizungserneuerung und regenerative Energie geben die Energieberater der Verbraucherzentrale.

Quelle:

Verbraucherzentrale

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