Gesetz gegen Junkfood-Werbung: Kinder in der Warteschleife?

Dringender Handlungsbedarf im Kampf für Kindergesundheit

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Autor: Hildegard O.

Gesetzesstillstand bedroht Kindergesundheit

Ein Jahr nach der Ankündigung eines Gesetzes zur Eindämmung ungesunder Lebensmittelwerbung für Kinder mahnen Gesundheits- und Verbraucherschutzverbände angesichts des politischen Stillstands zur Eile.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), der AOK-Bundesverband, die wissenschaftliche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und die Verbraucherorganisation Foodwatch fordern die Ampelkoalition auf, den Auftrag aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen. Ziel ist es, ein von Bundesernährungsminister Cem Özdemir geplantes Gesetz auf den Weg zu bringen, das die Werbung für Lebensmittel mit hohem Zucker-, Fett- und Salzgehalt einschränken soll. Die beteiligten Organisationen warnen vor einem Scheitern des Vorhabens am Widerstand der Lebensmittel- und Werbewirtschaft und betonen die Dringlichkeit wirksamer Regelungen zum Schutz von Kindern.

Breite Allianz für Kinderschutz

Ramona Pop, Vorstand des vzbv, betont, dass sich ein breites Bündnis aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft seit langem für mehr Kinderschutz und eine klare Werberegulierung einsetzt. Die Mehrheit der Verbraucher befürwortet Werberestriktionen zum Schutz der Gesundheit von Kindern. Die Wirksamkeit von Werberegulierungen sei durch Fakten belegt und zielführende Vorschläge lägen bereits vor. Nun sei es an der Politik zu handeln und eine Einigung der Koalitionspartner zu erzielen.

Notwendigkeit wissenschaftlich belegt

Barbara Bitzer, Sprecherin der DANK und Geschäftsführerin der DDG, verweist auf eindeutige Forschungsergebnisse, die die Wirksamkeit von Werbung auf das Kauf- und Konsumverhalten von Kindern und die Förderung ungesunder Präferenzen belegen. Sie fordert, dass die wissenschaftsbasierten Vorschläge des Bundesernährungsministeriums in ein Gesetz gegossen werden, damit die Gesundheit der Kinder nicht weiter zwischen den Interessen der Industrie zerrieben wird.

Auseinandersetzung mit der Werbeindustrie

Chris Methmann, Geschäftsführer von foodwatch, kritisiert die täglichen Herausforderungen für Eltern, ihre Kinder vor der aggressiven Werbung der Lebensmittelindustrie zu schützen. Er fordert Bundeskanzler Olaf Scholz auf, den politischen Stillstand zu beenden und mit einem starken Gesetz die Gesundheit von Kindern vor den schädlichen Folgen der allgegenwärtigen Werbung zu schützen.

Gesellschaftliche Belastung durch ernährungsbedingte Krankheiten

Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, betont, dass ernährungsmitbedingte Krankheiten eine zentrale Rolle bei der Krankheitslast in Deutschland spielen. Wirksame Maßnahmen zur Förderung einer gesunden Ernährung seien unerlässlich, um die sozialen Sicherungssysteme zu entlasten. Das geplante Kinderlebensmittelwerbegesetz sei ein wichtiger Baustein im Kampf gegen ernährungsbedingte Krankheiten.

Fragen und Antworten zum Gesetz „Junkfood-Werbung“

Frage 1: Warum ist ein Gesetz zur Einschränkung ungesunder, an Kinder gerichteter Lebensmittelwerbung notwendig?
Antwort 1: Forschungsergebnisse zeigen, dass Werbung das Kauf- und Konsumverhalten von Kindern beeinflusst und ungesunde Vorlieben fördert. Ein Gesetz soll Kinder vor diesen Einflüssen schützen.

Frage 2: Wer fordert das Gesetz?
Antwort 2: Ein breites Bündnis von Gesundheits- und Verbraucherschutzverbänden, darunter vzbv, DANK, AOK-Bundesverband und foodwatch.

Frage 3: Was verhindert die Umsetzung des Gesetzes?
Antwort 3: Widerstand der Lebensmittel- und Werbeindustrie sowie politische Blockade innerhalb der Ampelkoalition.

Frage 4: Welche gesundheitlichen Folgen hat die derzeitige Werbepraxis?
Antwort 4: Die allgegenwärtige Werbung für ungesunde Lebensmittel hat fatale gesundheitliche Folgen, da sie zur Zunahme ernährungsbedingter Krankheiten beiträgt.

Frage 5: Wie kann die Umsetzung des Gesetzes vorangetrieben werden?
Antwort 5: Durch politisches Engagement und die Einigung der Koalitionspartner mit Unterstützung von Bundeskanzler Olaf Scholz.

Fazit

Die Dringlichkeit eines Gesetzes zur Einschränkung der an Kinder gerichteten Werbung für ungesunde Lebensmittel ist unbestritten. Angesichts der eindeutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse und des breiten gesellschaftlichen Konsenses muss die Politik handeln, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der jüngsten Generation zu schützen.

Das vorgeschlagene Gesetz ist ein wichtiger Schritt, um die soziale und gesundheitliche Belastung durch ernährungsbedingte Krankheiten zu verringern. Nun liegt es an den politischen Entscheidungsträgern, den Stillstand zu überwinden und das Gesetz in die Tat umzusetzen.

Quelle: Verbraucherzentrale

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