Diese Vorfälle stellen eine neue Form des Kryptobetrugs dar, die potenziell weitreichende Folgen haben kann.

Unerwarteter Fund und Skepsis

Herr W., ein Spaziergänger in der Nähe der Karlskirche im 1. Wiener Gemeindebezirk, entdeckte eine solche Plastiktüte mit einer Paper-Wallet und einem Beleg über mehr als 9.000 Euro. Trotz der Verlockung blieb er skeptisch – eine Reaktion, die von seinen IT-Kenntnissen und persönlichen Erfahrungen mit dem Onecoin-Skandal geprägt war.

Trügerischer Schein echter Dokumente

Mit Stempeln, Hologrammen und aufwendigem Druck gelang es den Betrügern, die Paper-Wallets täuschend echt aussehen zu lassen. Unvorsichtige Finder, die den QR-Code einscannen, werden auf eine Website geleitet, die vorgibt, Zugang zu einer Kryptowallet mit hohem Guthaben zu bieten.

Hier beginnt der eigentliche Betrug: Für die angebliche Auszahlung des Geldes werden die Opfer aufgefordert, eine Provision zu zahlen, die letztlich nur den Betrügern zugute kommt.

Spurensuche und Warnsignale

Der Kryptoforensiker Albert Quehenberger identifizierte typische Warnsignale wie schlechte Landingpages und dubiose Links. Eine Überprüfung der Wallet-Adresse ergab, dass bereits einige Personen auf den Betrug hereingefallen sind.

Interessant ist auch der Zahlungsbeleg für den Kauf von Bitcoins an einem Geldautomaten, der in keinem direkten Zusammenhang mit der Paper-Wallet steht und nur als Köder dient.

Die dubiose Website und abschließende Warnungen vor Krypto-Scam

Die Untersuchung führte auch zur Website Segnite Crypto Wallet, die zwar keine sensiblen Daten abfragt, aber dennoch verdächtige Aktivitäten aufweist. Wechselnde Support-Kontaktadressen und das Auftauchen eines weiteren Namens beim Anlegen einer Wallet auf der Seite sind zusätzliche rote Flaggen.

Fazit

Angesichts dieser neuen Betrugswelle ist es wichtig, wachsam zu bleiben und vermeintliche „Funde“ kritisch zu hinterfragen.

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Quelle: derStandard

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