Im Ministerrat am 25. Mai 2022 wurde der Aktionsplan der Bundesregierung im Kampf gegen Deepfakes vorgestellt. Der Aktionsplan gegen diese moderne Form der Desinformation wurde interministeriell ausgearbeitet und soll nun dem Nationalrat vorgelegt werden.
Digitalisierung und technologischer Fortschritt haben unser Leben in den letzten 20 Jahren von Grund auf verändert und sind auch unsere beste Chance, die Herausforderungen der Zukunft gut zu bewältigen. Gleichzeitig birgt die Digitalisierung auch Gefahren in sich – für unsere Sicherheit, unsere Gesellschaft und unsere Demokratie. Bereits 2020 hat Österreich mit dem Kommunikationsplattformen-Gesetz als eines der ersten Länder in Europa eine wichtige Maßnahme gegen Hass im Netz und für einen respektvollen Umgang miteinander gesetzt. Mit der Ausweitung der technologischen Möglichkeiten finden in den letzten Jahren sogenannte „Deepfakes“ als neue Form der Desinformation aber immer häufiger Verbreitung im Internet. Dabei werden beispielsweise Personen aus Wirtschaft oder Politik mittels digitaler Manipulation täuschend echt in Situationen retuschiert, in denen sie nie waren. Ziel ist es, diesen Personen damit zu schaden oder sie zu erpressen.
„Die Digitalisierung unserer Gesellschaft, die durch die Covid-19-Pandemie an Geschwindigkeit zugenommen hat, führt zu einer raschen Zunahme von sogenannten Deepfakes. Deepfakes von Schlüsselpersonen in der Politik oder in der Wirtschaft bergen ein erhebliches sicherheitspolitisches Risiko, weil die Identifizierung einer künstlichen Beeinflussung schwer nachweisbar oder nachvollziehbar ist“, sagte Innenminister Gerhard Karner anlässlich der Präsentation des Aktionsplans.
Um künftig noch effektiver gegen Deepfakes vorzugehen, wurde bereits Ende 2020 unter Federführung des Innenministeriums eine interministerielle Task-Force eingerichtet, an der auch Bundeskanzleramt, Justizministerium, Verteidigungsministerium und Außenministerium beteiligt sind. Gemeinsam wurde ein Aktionsplan gegen Deepfakes ausgearbeitet, der nun vorliegt und vier Handlungsfelder vorsieht: „Strukturen und Prozesse“, „Governance“, „Forschung und Entwicklung“ sowie „Internationale Zusammenarbeit“. „Damit werden wir künftig noch zielgerichteter und effektiver gegen Deepfakes ankämpfen. Denn unser Ziel ist klar: Desinformation und Hass im Netz den Stecker ziehen“, sagt der Innenminister.
Der Aktionsplan kann in voller Länge über untenstehenden Link abgerufen werden.
Dokumente:
- Aktionsplan Deepfakes ( 264 KB )
Quelle: Bundesministerium für Inneres
Passende Mimikama-Artikel zu diesem Thema:
Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:
📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.
Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!
* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!
Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

