Mit einem Klick zum Täter werden

Verbreiten von strafbaren Inhalten: Mit einem Klick zum Täter werden!

Autor: Tom Wannenmacher

Mit einem Klick zum Täter werden (Bild: mimikama)
Mit einem Klick zum Täter werden (Bild: mimikama)

Strafbare Inhalte, die über E-Mail, soziale Netzwerke oder Messenger wie WhatsApp verbreitet werden, sind nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Viele Nutzerinnen und Nutzer werden online auch mit Inhalten konfrontiert, die extremistisch, gewaltverherrlichend oder pornografisch sind und eine Straftat darstellen.

Die Polizei erklärt, wie jeder mit verbotenen Inhalten umgehen kann – ohne selbst zum Täter zu werden.

Sie finden sich in den Kommentarspalten sozialer Netzwerke, in Chats, in E-Mails, aber auch in WhatsApp-Gruppen – strafbare Inhalte wie Videos, Bilder, Texte oder Symbole. Viele Nutzerinnen und Nutzer wissen aber oft nicht, wie sie mit offensichtlich verbotenen Inhalten, die sie erhalten, umgehen sollen. Ganz leicht wird man sonst selbst zum Täter.

An wen sollen sie sich wenden, wenn ihnen verbotene Inhalte zugesandt werden? Und was tun, wenn sie nur vermuten, dass ein Text oder ein Bild nicht legal sind? Auf keinen Fall sollten sie den Inhalt selbst noch weiterverbreiten. Denn auch das Verbreiten verbotener Inhalte ist eine Straftat. 

In Deutschland verboten sind beispielsweise Inhalte, die gegen Minderheiten hetzen, zum Hass gegen sie aufstacheln oder zur Gewalt gegen sie auffordern. Auch die Inhalte zu ignorieren, ist der falsche Weg. Auch wer Kennzeichen und Symbole verfassungswidriger Organisationen im Netz und über Messenger verbreitet, macht sich strafbar. Gleiches gilt für gewalt- und kriegsverherrlichende Inhalte oder Kinderpornografie. Unter Kinderpornografie sind Darstellungen zu verstehen, die sexuellen Missbrauch von unter 14-Jährigen zeigen. Stattdessen sollten solche Inhalte konsequent gemeldet werden.

Wenn Sie strafbare Inhalte im Netz entdecken oder erhalten haben: 

  • Sichern Sie Beweise für strafbare Inhalte im Internet oder in Messengerdiensten. Kopieren Sie beispielsweise die URL. Leiten Sie die Inhalte nicht selbst weiter. 
  • Wenden Sie sich an die Meldestellen unter www.jugendschutz.net oder www.internet-beschwerdestelle.de
  • Auch bei einem vagen Verdacht können Sie sich an die beiden Meldestellen wenden. Diese können Inhalte einordnen und eine Löschung beim Netzwerkbetreiber beantragen.
  • Scheuen Sie sich nicht, auch Anzeige bei der Polizei zu erstatten.
  • Wenn Sie strafbare Inhalte beispielsweise über E-Mail oder WhatsApp erhalten haben: Machen Sie den Absender (wenn Ihnen bekannt) darauf aufmerksam, dass Besitz und Weiterleitung der Inhalte strafbar sein können!

Quelle

Polizei-Beratung

Lesen Sie auch:
Das muss man tun, wenn man kinderpornografische Inhalte erhält oder findet
Meinungsfreiheit schützen, indem strafbarer Hass bekämpft wird
WhatsApp: Mache ich mich strafbar, wenn Nazi-Inhalte in meinen Gruppen verschickt werden?
Die Verbreitung von Kinderpornografie ist weltweit strafbar
Unterstützen 🤍

FAKE NEWS BEKÄMPFEN

Unterstützen Sie Mimikama, um gemeinsam gegen Fake News vorzugehen und die Demokratie zu stärken. Helfen Sie mit, Fake News zu stoppen!

Mit Deiner Unterstützung via PayPal, Banküberweisung, Steady oder Patreon ermöglichst Du es uns, Falschmeldungen zu entlarven und klare Fakten zu präsentieren. Jeder Beitrag, groß oder klein, macht einen Unterschied. Vielen Dank für Deine Hilfe! ❤️

Mimikama-Webshop

Unser Ziel bei Mimikama ist einfach: Wir kämpfen mit Humor und Scharfsinn gegen Desinformation und Verschwörungstheorien.

Abonniere unseren WhatsApp-Kanal per Link- oder QR-Scan! Aktiviere die kleine 🔔 und erhalte eine aktuelle News-Übersicht sowie spannende Faktenchecks.

Link: Mimikamas WhatsApp-Kanal

Mimikama WhatsApp-Kanal

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.


2) Einzelne Beiträge (keine Faktenchecks) entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und
wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)


Mit deiner Hilfe unterstützt du eine der wichtigsten unabhängigen Informationsquellen zum Thema Fake News und Verbraucherschutz im deutschsprachigen Raum

INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

Kämpfe mit uns für ein echtes, faktenbasiertes Internet! Besorgt über Falschmeldungen? Unterstütze Mimikama und hilf uns, Qualität und Vertrauen im digitalen Raum zu fördern. Dein Beitrag, egal in welcher Höhe, hilft uns, weiterhin für eine wahrheitsgetreue Online-Welt zu arbeiten. Unterstütze jetzt und mach einen echten Unterschied! Werde auch Du ein jetzt ein Botschafter von Mimikama

Mehr von Mimikama

Mimikama Workshops & Vorträge: Stark gegen Fake News!

Mit unseren Workshops erleben Sie ein Feuerwerk an Impulsen mit echtem Mehrwert in Medienkompetenz, lernen Fake News und deren Manipulation zu erkennen, schützen sich vor Falschmeldungen und deren Auswirkungen und fördern dabei einen informierten, kritischen und transparenten Umgang mit Informationen.