→Wie erkennt man Facebook-Betrug im Alltag? Antworten finden Sie im Leitfaden Facebook-Betrug.
Wenn es um Geld geht, haben viele Freundschaften schon aufgehört. Noch schlimmer ist es, wenn der Facebookfreund um Geld bittet, ohne dass dieser davon weiß!
Worum es bei den kompromittierten Accounts von Facebookfreunden geht:
Befreundete Accounts bitten per Messenger um eine hohe Geldsumme. Diese bitte sollte man nicht erfüllen, da sie von Betrügern verfasst wurde. Der Account des Freunds wurde kompromittiert.
Diese Betrugsform ist unangenehm für alle Beteiligten: Auf einmal kommt eine private Nachricht von einem Facebookfreund an. Dieser schreibt, er befinde sich in eine Notlage und bräuchte kurzfristig Geld.
Es geht dabei nicht um drei oder fünf Euro, sondern um einen wirklich hohen Betrag, bei dem man aushelfen soll. Da kommt man schon kurz ins Grübeln, denn man kennt ja schließlich die Person, die am anderen Ende schreibt. Meint man zumindest.
Doch wir warnen: Wer Botschaften wie die folgende über den Messenger bekommt, hat es mit einem kompromittierten Account zu tun. Da hat sich ein Fremder Zugang zum Account des Facebookfreunds verschafft:
Facebookfreunde: Kompromittierte Accounts
Dieser Fall wurde uns gestern zugesendet. Der Inhaber des bittenden Accounts hat die Zeilen NICHT verfasst. Stattdessen wurde ein und derselbe Text an alle Facebookfreunde des Accounts versendet.
Kein Geld überweisen!
Wir warnen: Bitte auf gar keinen Fall der Bitte entsprechen, wenn Facebookfreunde via Messenger um Geld oder um Überweisungen bitten! Wenn das der Fall sein sollte, lieber am Telefon oder im direkten Gespräch eine kurze Bestätigung einholen.
Wer an dieser Stelle der Annahme ist, einen Freundschaftsdienst erweisen zu wollen und daher Geld überweist, dürfte in die Falle von Betrügern tappen. Stattdessen am Besten umgehend Kontakt über einen anderen Kanal mit dem Facebookfreund suchen und diese Person darauf hinweisen, dass etwas mit dem Account nicht stimmt.
Kompromittierter Account
In diesem Fall dürfte sich eine dritte Person Zugang zu dem Account verschafft haben. In solchen Fällen wir häufig von einem „Hack“ geschrieben, doch wir gehen nicht davon aus, dass der Account gehackt wurde. Facebookaccounts werden in der Regel nicht gehackt.
Vielmehr dürfte der Accountinhaber in der Vergangenheit in eine Phishingfalle geraten sein (hiervon gibt es viele, hier ein aktuelles Beispiel). In diesen Fällen gelangt man durch gekonnte Täuschung auf eine Seite, die dem Login von Facebook nachempfunden ist.
Man befindet sich jedoch nicht auf Facebook, sondern bei einem gefälschten Login, deren Eingaben direkt bei Betrügern landen. Diese haben dann Zugriff auf die Konten und können unter anderem Nachrichten wie die oben dargestellte versenden.
Andre Wolf ist Kommunikationsexperte und Pressesprecher von Mimikama,
Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Er vertritt Mimikama
in Medienauftritten und leitet Workshops zu Medienkompetenz und
der Erkennung von Desinformation.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum. Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG). Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein. (Mehr zur Arbeitsweise)
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