Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat folgenden Servicebericht zum Thema “Smartphone-Diebstahl: Schützen Sie Ihre Daten” veröffentlicht, den wir gerne wiedergeben dürfen:

Ob Gedränge in Einkaufspassagen, auf Weihnachtsmärkten oder bei gut besuchten Veranstaltungen: Wo viele Menschen unterwegs sind, sind zumeist auch Taschendiebe nicht weit.

Ziele von Langfingern sind neben Geldbörse auch Smartphones. EC- und Kreditkarten lassen sich nach Feststellen eines Diebstahls telefonisch sperren.

Wer hingegen verhindern möchte, dass Kriminelle das gestohlene Smartphone und/oder die darauf gespeicherten Daten und Anwendungen missbrauchen, sollte bereits im Vorfeld dafür Sorge tragen, sein mobiles Gerät bestmöglich abzusichern.

Zugriff absichern

Sichern Sie Ihr Smartphone grundsätzlich nicht nur über eine PIN-Abfrage für die SIM-Karte – aktivieren Sie auch eine Code-Abfrage, um den Ruhemodus beziehungsweise die Bildschirmsperre des Geräts aufzuheben. Achten Sie darauf, dass Sie keine einfach zu erratende Zahlenkombination wie 1234 oder Ihr Geburtsdatum wählen, sondern erhöhen Sie das Sicherheitsniveau der Sperr-/Entsperrmethoden, indem Sie eine der folgenden Möglichkeiten nutzen:

  • Mehrstellige PIN oder starkes Passwort mit Sonderzeichen und Zahlenkombinationen
  • Eingabe eines individuellen, komplexen Wischmusters (bei Android-Geräten)
  • Bei bestimmten Geräten stehen zudem Methoden wie Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung zur Verfügung.

Weitere Empfehlungen

  • Gerade in der Öffentlichkeit, etwa bei Feiern oder in Restaurants, sollten Sie Ihr Gerät nie unbeaufsichtigt liegen lassen.
  • Loggen Sie sich nach Nutzung von Online-Diensten wie Mobile Banking, Shopping- oder Social Media Apps stets aus, um einen unberechtigten Zugriff von Ihrem Gerät aus zu vermeiden.
  • Verschlüsseln Sie wichtige Daten auf Ihrem Gerät, um sie bei Diebstahl vor Zugriff und Missbrauch zu schützen.
  • Von wichtigen Daten auf dem mobilen Gerät sollten stets Sicherungskopien auf einem Datenträger wie einer externen Festplatte oder einem USB-Stick und/oder in der Cloud angefertigt werden. Auch hierbei sollten Sie die Daten zuvor mit einem geeigneten Verfahren verschlüsseln.
  • Manche Smartphone-Hersteller bieten zudem die Möglichkeit bei einem Geräteverlust lokal gespeicherte Daten und Einstellungen mit Hilfe eines Schutzprogramms aus der Ferne zu löschen. Im Zweifel aber Vorsicht: eine Löschung ist nicht mehr rückgängig zu machen. Um auf diese Möglichkeit zurück zu greifen, ist es notwendig, Cloud-Dienste zu nutzen. Wer sich hierzu entscheidet, sollte sich vorher auch mit den Risiken befassen, die das Ablegen von privaten Daten in der Cloud mit sich bringt.

Quelle: BSI

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