Menschen erzählen uns ihre Geschichte. Menschen senden uns ihre „My Corona-Story“ (sic!)


Ich bin 44, nicht sportlich, aber bisher gesund.
Ich habe immer gern gelesen. Mein Gedächtnis war hervorragend. Ich war immer eine Nachteule.
Husten und Schnupfen habe ich immer gut weggesteckt. Bisschen Tee. Bisschen Schlaf. Bisschen Wick VapoRub und gut ist.

Ich arbeite in einem Kindergarten.
2 Wochen nachdem im März 2021 alles wieder geöffnet wurde, und in den Normalbetrieb übergegangen wurde, hat es mich erwischt.

Positiv. Britische Variante.

Dienstagabend habe ich gefroren und hatte Kopfschmerzen. Am nächsten Morgen fühlte ich mich schlapp und hatte Fieber. Da ich nun Symptome hatte machte mein Hausarzt einen PCR Test.
Am Freitag in der früh kam das Ergebnis. Positiv. Britische Variante. Keine Ahnung woher ich es hatte.
Eine Kollegin war ein paar Tage später ebenfalls positiv. Ein paar Kinder meiner Gruppe auch.
Wer wen angesteckt hat kann keiner sagen.

Am schlimmsten fand ich den Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns

Ich hatte hohes Fieber, Halsweh, Kopfschmerzen, Husten und Schnupfen. Ich habe wirklich ständig geschlafen. Wenn ich wach war, habe ich getrunken und etwas kleines gegessen.
Meine Tochter hat sich grosse Sorgen gemacht.
Sie war mit in Quarantäne. Sie wurde nur rausgetestet. Da war sie negativ. Sie hatte keinerlei Symptome. Da sie schon älter ist, konnte sie sich gut selbst versorgen. Dafür bin ich dankbar. Sie ist toll und hat mir viel geholfen.
Luft bekam ich normal. Aber es ging mir die erste Woche jeden Tag körperlich schlechter.

Am schlimmsten fand ich den Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Alles, wirklich alles war einfach nur leer. Viele Dinge fühlen sich ausserdem eklig im Mund an, wenn sie keinen Geschmack haben. Nudeln mit Sosse, Suppe, Pudding. Bäh.
Kekse sind auch sehr widerlich. Oder Müsli.
Am liebsten hab ich einfach nur warme Brühe und Tee getrunken.

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Danke Mama

Ich wurde täglich von einem Mitarbeiter des Gesundheitsamts angerufen, der sich nach meinem Befinden erkundigt hat.
Ohne meine Mum, die uns immer Essen vor die Türe gestellt hat, wären wir verhungert. Danke Mama.

Quarantäne Ende, wieder ab aufs Spielfeld

Nach zwei Wochen hatte ich noch Husten, war aber im Test negativ. Mein Arzt meinte, ich könne wieder arbeiten. Quarantäne Ende, wieder ab aufs Spielfeld.
Ich war noch so schwach. Und 8 oder 9 Stunden am Tag in der Kita haben mich geschafft.
Da dann nochmal Notbetreuung angeordnet wurde, war es für mich wie eine Eingliederung. Ich hatte maximal 5 Stunden am Tag. Ich war zwar auch müde, aber besser wie ein sehr langer Tag. Die Notbetreuung hat mir also positiv zugespielt.

Es stank alles immer wieder mal nach Kot

Den Husten hab ich übrigens immer noch. Mal mehr, mal weniger. Aber er geht nicht weg. Es ist sehr anstrengend. Und tut weh.
Ich werde sehr schnell müde. Meine Konzentration ist nicht mehr wie früher. Bücher lesen ermüdet mich, ich merke mir vieles nicht mehr so gut.

Mein Geruchs- und Geschmackssinn ist seit August wieder da. Ich finde, besser wie vorher, aber es kann auch einfach sein, dass ich es bewusster wahrnehme, weil ich ihn lange vermisst habe. Bevor er wiederkam, stank alles immer wieder mal nach Kot. Das war ein paar Wochen so. Es war sehr unangenehm.

Ich habe mich im September impfen lassen. Als Genesene reichte 1 Impfung.
Ich werde mich auch immer wieder boostern lassen.

Auch wenn ich einen „milden“ Verlauf hatte, möchte ich mich nicht noch einmal infizieren. Bzw. erhoffe ich mir einen noch milderen Verlauf, sollte es doch passieren.

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Geht impfen. Schützt euch und andere.


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