Duschgel – Was steckt drin, ist gut für mich & die Umwelt?

In Deutschland duscht rund ein Drittel der Menschen täglich – das verbraucht viel Duschgel und Wasser. Doch was steckt eigentlich in unserem Duschgel drin und gibt es umweltfreundlichere Alternativen zum herkömmlichen Duschgel?

Autor: Tom Wannenmacher

Was steckt eigentlich in Duschgel drin?

Duschgele reinigen durch den Einsatz von Tensiden. Tenside lösen die Substanzen von unserer Haut, die sich nicht mit klarem Wasser abwaschen lassen. Sie haben ein lipophiles Ende, das sich gerne an Fett bindet, und ein hydrophiles, das sich an Wasser bindet. Beim Duschen wird der fetthaltige Schmutz, etwa Talg oder Kosmetika wie Bodylotion, auf der Haut gefasst und mit dem Wasser abgespült.

Tenside können in drei verschiedene Gruppen eingeteilt werden:

  • konventionelle Tenside,
  • Naturkosmetik-Tenside und
  • Tenside für festes Duschgel.

Wirft man einen Blick auf die Inhaltsliste des Duschgels, kann man die herkömmlichen Tenside meist an den Sulfaten erkennen. Am häufigsten werden “Sodium Laureth Sulfat” und “Sodium Lauryl Sulfat“ verwendet, da diese besonders günstig sind. Aber sie können die Haut reizen. Die haut freundlicheren Zuckertenside werden überwiegend sowohl in Naturkosmetik als auch in festen Duschgels eingesetzt.

Viele konventionelle Tenside sind in den Natur-Produkten nicht erlaubt. Deren Tenside aus natürlichen Rohstoffquellen schäumen teils weniger, reinigen den Körper aber genauso gut wie herkömmliche Tenside.

Welche Alternativen gibt es?

Neben flüssigem Duschgel gibt es mittlerweile auch viele nachhaltigere Alternativen. Eine der beliebtesten ist dabei das feste Duschgel: ein konzentriertes Produkt, das sehr wenig Wasser enthält – das macht den Transport ökologischer. Fest heißt aber nicht gleich Naturkosmetik. Wer genau wissen möchte, welche Tenside im Duschgel drin sind, kann sich zum Beispiel über die ToxFox App vom BUND informieren.

Ein weiterer Vorteil der festen Duschgels ist, dass sie ergiebiger sind und deutlich weniger Verpackung benötigen. Bei der Verpackung gilt: Papier ist besser als Plastik. Obwohl viele Hersteller auf recyceltes Plastik setzen, bringt dies wenige ökologische Vorteile mit sich. Denn das Recycling von Kosmetik-Verpackungen ist sehr energieintensiv und die Herstellung von neuen Verpackungen aus recyceltem Kunststoff aufwendig.

Duftstoffe im Duschgel

Wer schnell zu Hautreizungen neigt, sollte besser zu Produkten mit Naturkosmetik-Siegel greifen. Die Naturkosmetik-Standards haben viel strengere Anforderungen als die EU-Kosmetik-Verordnung: So sind synthetische Duftstoffe und Farbstoffe tabu, ebenso viele andere synthetische oder Mineralöl-basierte Substanzen.

Achtung: Bei Kosmetik sind die Begriffe „natürlich“ und „bio“ nicht geschützt. „Bio“ ist nur für Lebensmittel gesetzlich definiert. Bei Kosmetik sollte man also unbedingt auf die Naturkosmetik-Siegel achten.

Ein Blick auf die Inhaltsstoffe lohnt sich dennoch, denn ob bedenkliche Duftstoffe enthalten sind, lässt sich auch durch ein Naturkosmetik-Siegel nicht ausschließen. Beliebte Duftstoffe wie Limonen und Citral können Allergien auslösen. Auch der Umwelt schaden Duftstoffe: Limonen gefährdet Wasserorganismen. Viele andere Duftstoffe sind biologisch schwer abbaubar und können sich in der Umwelt anreichern.

Fazit: Die ökologischste Wahl ist ein duftstofffreies Duschstück oder Duschgel zum selber mischen aus Naturkosmetik.

Quelle: SWR-Marktcheck

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