Bei den Veröffentlichungen mit der Schlagzeile „Polizei soll Kriminaldelikte von Migranten verdecken” handelt es sich um eine Falschmeldung.
Die Grundlage dieser Falschmeldung ist ein Artikel, in dem ein Brief abgebildet ist, welcher angeblich die Polizei durch das Innenministerium anweist, Kriminalität durch Migranten und Flüchtlinge weder mit den Medien zu kommunizieren noch weiter zu verfolgen. Dazu gibt es einen Rahmentext, welcher angeblich durch einen Polizisten verfasst worden sein soll, der nicht länger schweigen wolle.
Dieser beschreibt: „ […] soll ich als Polizeibeamter, als Ordnungshüter also irgendeinem Arschloch aus z.B. Somalia, der einen Ladenverkäufer halbtot geschlagen hat, auf den ersten Ruf Rotz abwischen. Er ist doch ein Flüchtling! Und wenn zu mir eine verblutende, blaugeschlagene und verweinte Frau kommt und sagt, dass sie von mehreren Migranten vergewaltigt wurde, dann soll ich gemäß den erhaltenen Anordnungen alle Papiere mit dem Bleistift ausfüllen, um das Geschriebene dann später zu verlöschen, und ihre Anzeige gehört in den Eimer.“ sowie „Das Strafverfahren nicht einleiten? Jegliche Kontakte mit Massenmedien ausschließen? Die Akten an das Gericht nicht übergeben?“.
Ein Fake!
Das Innenministerium hat in einer schnellen Mitteilung auf diesen Brief reagiert und ihn auf Twitter bereits als Fake deklariert. Es handelt sich nach Angaben des Ministeriums um ein frei erfundenes Schriftstück.
Aus aktuellem Anlass: Sollte Ihnen dieses “Dokument” im Netz begegnen: Es handelt sich um ein frei erfundenes Schriftstück. #Fake pic.twitter.com/TaGfkGaOo6
— Innenministerium NRW (@IM_NRW) 15. August 2017
Wir haben darüberhinaus noch um eine etwas ausführlichere Erläuterung beim Innenministerium NRW gebeten und haben hierzu eine Mitteilung bekommen:
Das Ministerium ermittelt nun!
Der polizeiliche Staatsschutz hat die strafrechtlichen Ermittlungen aufgenommen.
Herbert Reul auf Facebook:
Ferner hat sich der angeblich unterzeichnende Herbert Reul gemeldet:
Die Herkunft des Schreibens
Die Lösung ist sehr einfach: das Schreiben erschien zuerst auf der Webseite Homment.com. Bei homment handelt es sich um eine „publish yourself“ Plattform, hier kann jeder schreiben, was er will. Redaktionelle Sorgfalt, sowie Kontrollen gibt es nicht.
Homment sagt über sich selbst:
Was ist homment.com?
Mit homment.com kannst Du in Sekunden Deine eigenen Seiten erstellen. Einfach Text eingeben, Publish klicken, fertig. Du kannst auch Bilder und Videos einbinden – entsprechende Symbole findest Du oben in der Editier-Leiste.
Anschließend kannst Du Deine Freunde bei Facebook oder Twitter informieren: Einfach entsprechende Buttons unter dem Text klicken, die URL deiner Seite per eMail verschicken oder ganz woanders posten.
Was ist das Besondere?
homment.com ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Du entscheidest selbst, ob Du Deinen Namen preisgibst oder nicht.
Texte schreiben
Du kannst den Text direkt eintippen oder aus anderen Quellen (z.B. einer Word-Datei) kopieren und einsetzen.
Bilder
Bilder kannst du direkt in das Textfeld ziehen. Dazu musst du sie woanders erst hochladen (z.B. bei www.imgur.com). Von dort aus kannst du sie dann per drag and drop übernehmen. Auf Copyrights zu achten ist zwingend. Bei eigenen Fotos gibt es natürlich keine Beschränkungen.
Alternativ kannst du auch den „Insert Image“ knopf drücken und die Bild-URL eingeben.
Videos
Videos einbinden ist kinderleicht. Einfach die URL bei YouTube etc. kopieren und in das Textfeld einsetzen.
Wichtig: nach dem Einsetzen ins Textfeld musst du am Ende der URL einmal mit „Return“ bestätigen, um das Video sichtbar zu machen. Sonst wird nur die URL angezeigt.
Alternativ kannst du auch den „Embed“ oder „Einbettcode“ bei Youtube kopieren. Anschließend drückst du im Editor „insert Video“ und setzt den Code ein.
Titel, Autor etc.
Wenn Du willst, kannst Du Deinem Dokument einen Titel und Autornamen geben. Dies ist wichtig, wenn Du möchtest, dass deine Seite von Suchmaschinen gefunden und richtig indexiert werden. Diese Möglichkeit hast Du unter Options -> Titel. Außerdem kannst Du eine prägnante URL wählen. Wenn Du davon keinen Gebrauch machst, generiert homment.com eine kurze, zufällige URL.
Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:
📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.
Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!
* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!
Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

