Was ist denn nun da wieder los? Die Security Facebook schickt per PN eine Warnung heraus, dass man zu viele Fakeprofile besitzt? Nicht erschrecken, diese Drohung entpuppt sich im wahrsten Sinne des Wortes als hohl.
Alleine bei dem Wort “Facebook Security” sollten die Alarmglocken klingeln. Die ominöse “Facebook Security” in all ihren interessanten Schreibweisen, bevor es diese vielen angeblichen Facebook Securities gab wusste ich gar nicht, dass es so viele Sonderzeichen gibt.Ein i ohne Punkt, ein y mit einem kleinen Fähnchen, o mit einem Punkt und was nicht alles.
In der Vergangenheit hatten wir es schon häufiger mit irgendwelchen gefälschten Securities zu tun. Der Accountname “Facebook Security” wird sehr gerne genutzt, da es in der Tat eine offizielle Seite von Facebook mit diesem Namen gibt. Grundsätzlich kann man jedoch sagen: diese Seite schreibt KEINE privaten Nachrichten an Nutzer, auch so nicht:
Mit recht schwachem Stil wird man nun darauf aufmerksam gemacht, dass Facebook das Nutzerkonto deaktivieren will. Lösung: man soll sich als Person bestätigen. Also quasi eine Art gefakte Klarnamenbestätigung. So mancher Nutzer mag nun über diese Nachricht verwundert sein. Wieso kann mich Facebook per PN anschreiben? Wieso bin ICH mit der Facebook Security befreundet? Die Antwort ist recht einfach:
Der Grund dafür ist, dass diese Nachricht nicht von der echten Facebook Security stammte sondern von Betrügern. Diese haben zuvor andere Konten geknackt und versenden nun erneut diese Nachrichten. Sprich dieses Konto ist in Wirklichkeit ein “Freund” aus der eigenen Liste, welcher auf diese Nachricht bereits hereingefallen ist und dessen Konto nun übernommen wurde! Auf diese Weise wird ein Konto nach dem anderen übernommen und der betroffene User hat keinen Zugriff mehr auf sein Konto.
Der genaue Ablauf
In dieser gefälschten Nachricht ist ein Link eingebaut, den man anklicken soll. Dieser Link führt raus aus Facebook und entpuppt sich als gefährlich. Bei der Anaylse des Ablaufes meldet sich an dieser Stelle unser Phishingschutz von Kaspersky Internet Security zu Wort, denn letztentdlich handelt es sich bei diesem Anschreiben der angeblichen “Security Facebook” um eine Phishingfalle.
Phishingfalle – das bedeutet, jemand hat es auf Nutzerdaten abgesehen. Und hier sind nicht allein die Zugangsdaten des Accounts in Gefahr, denn die Betrüger wollen mehr.
Mittels eines gefälschten Facebook-Logins werden zumindest am Anfang die Nutzerdaten des Accounts abgefragt. Was hier wie Facebook aussieht, ist nicht Facebook. Und wer hier die korrekten Daten eingibt, wird den eigenen Account verlieren. Da schließt sich dann der Kreis: die verlorenen Accounts werden zumeist ebenso umbenannt und suchen dann weitere Opfer.
Aber die Betrugsfalle endet an dieser Stelle noch nicht, es geht weiter! In einem weiteren Schritt werden persönliche Daten abgefragt. So heißt es:
Jủngste Aktivitȧten haben moglicherweise die Sicherheit Ihres Kontos beeintrȧchtigt, sodass ich sie gesperrt habe. Wir fủhren Sie durch ein paar Schritte, um Ihre Identitȧt zu bestȧtigen und Ihnen zu helfen, auf Ihr Konto zuzugreifen. Mehr erfahren.
An dieser Stelle geht es um weitergehende Nutzerdaten, im Genauen um:
- Webmail-Dienste
- Passwort
- Geburtsdatum
- Land
- Telefonnummer
- Sicherheitsfrage
Ein letzter Schritt wird dann noch dreister, denn hier werden Kreditkartendaten ausgefragt. Spätestens hier wird es teuer, sollte man korrekte Daten eingegeben haben.
Geben Sie Ihre Zahlungsmethode ein oder aktualisieren Sie sie
Bitte aktualisieren Sie Ihre Zahlungsmethode, um sicherzustellen, dass die Details der Kreditkarte, die Sie in Ihrem Konto verwenden, auf eine gủltige Kreditkarte verweist. Die zum Schutz und zur Verbesserung der Sicherheit Ihres Facebook-Kontos.
Allgemeine Phishingwarnung:
- Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
- Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
- Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
- Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
- Tipp am Smartphone: einen Link andrücken und halten, bis sich ein Dialogfenster mit der Linkvorschau öffnet. Daran kann man erkennen, wohin ein eingebetteter Link führen soll.
- Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt. Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
- Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.
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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)





