Klimaaktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ engagieren sich für unsere Welt, die von Klimakatastrophen, politischen Auseinandersetzungen und sozialen Konflikten erschüttert wird. Sie blockieren Flughäfen, legen den Verkehr lahm, um dringend benötigte Aufmerksamkeit auf die aktuellen Umweltkrisen zu lenken. Doch das ist mit Risiken und möglichen Folgen verbunden. In den sozialen Medien kursierten kürzlich Gerüchte über drohende Amputationen nach Protestaktionen. In diesem Artikel entlarven wir die Mythen und stellen die Fakten klar.

Der Mythos der Amputation: Auf der Suche nach der Wahrheit

Unbegründete Gerüchte besagen, dass Aktivisten, die ihre Hände mit einer Klebemischung aus Beton und Epoxidharz auf den Straßenbelag kleben, mit einer Amputation ihrer Hände rechnen müssen.

Doch wie viel Wahrheit steckt in diesen Behauptungen?

Ein Sprecher der „Letzten Generation“ stellte klar, dass „keine der Aktivist:innen sich irgendwelche Gliedmaßen amputieren lassen musste“. Mediziner unterstützen diese Aussage und halten eine Amputation für „wahnsinnig unwahrscheinlich“.

Die medizinische Perspektive: Ein Blick hinter die Kulissen

Dr. Martin Lautenbach, ein renommierter Handchirurg, erklärte, dass es in seiner Klinik bisher noch keinen Fall von „Klimakleber“ mit Verletzungen an der Hand gegeben habe. Solche Aktionen seien aber nicht ohne Risiko, warnt er.

Sekundenkleber können Auslöser für Hautreizungen und schwere Allergien sein. Darüber hinaus kann die Haut durch die in den Klebstoffen enthaltenen Lösungsmittel geschädigt werden, und es können giftige Stoffe in die Haut eindringen. Im schlimmsten Fall können Bakterien in den Körper eindringen und zu Infektionen führen.

Die Risiken des Klebens: Ein notwendiges Übel?

Es besteht kein Zweifel daran, dass solche Aktionen mit Risiken verbunden sind. Bei manchen Klebstoffen können hohe Temperaturen entstehen, die zu Verbrennungen führen können. Auch bestehe die Gefahr einer „irreversiblen Gewebszerstörung“, wenn die Durchblutung über einen längeren Zeitraum unterbunden wird, warnt Marco König vom Deutschen Berufsverband Rettungsdienst im Gespräch mit der DPA.

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Die überwiegende Mehrheit der Fälle verursacht jedoch nur eine Beschädigung der Oberhaut, so König, und selbst der Fingerabdruck bleibt unverändert.

Die Fehlinformationen aufdecken: Faktencheck

Ungeachtet der Realität ist in den sozialen Medien immer wieder von möglichen Amputationen die Rede. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass diese Gerüchte auf Fehlinformationen und Fehlinterpretationen beruhen.

Faktencheck in kompakter Form:

BehauptungFaktencheck
Die Klebemischung könnte zu einer Amputation der Hände führen.Sowohl medizinische Experten als auch die Aktivisten selbst bestätigen, dass keine Amputation erforderlich war.
Klimaaktivisten könnten ernsthafte Handverletzungen erleiden.Obwohl es Risiken gibt, sind diese meist auf Hautirritationen und mögliche Allergien beschränkt.
Die Verwendung von Klebstoff ist immer mit dem Risiko von Handverletzungen verbunden.Das ist wahr, aber in den meisten Fällen beschränken sich die Verletzungen auf die Oberhaut.

Fazit

Inmitten der kontroversen Aktionen der Klimaaktivisten ist es notwendig, Mythen zu entlarven und die Wahrheit ans Licht zu bringen. Gerüchte über drohende Amputationen haben sich als haltlos erwiesen. Auch wenn die Aktionen nicht ohne Risiko sind: Es gibt keine Berichte über ernsthafte Verletzungen oder Amputationen. Es ist wichtig, dass wir uns alle auf die Fakten konzentrieren und nicht auf die Fehlinformationen, die in den sozialen Medien verbreitet werden.

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MIMIKAMA

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