Wenn einige das Wort Mikrochips hören, werden sie hellhörig und denken mit Sicherheit nicht an Parmesan! Unweigerlich werden Erinnerungen an Schlagzeilen wie „Gates: Mikrochip-Implantate gegen Coronavirus?„, „Mikrochip für alle Neugeborenen?„, „Mikrochips und Corona-Nasenabstrich“ oder „Beginnen Pharmakonzerne damit, Medikamente mit Mikrochips zu versehen?“ wieder wach. Schnell denkt man an wilde Verschwörungstheorien oder befürchtete Eingriffe in die persönliche Freiheit.

Nicht Big Pharma, sondern Big Parma!

Aber halt! Bevor Sie in die Tiefen der Internettheorien eintauchen, atmen Sie tief durch. Diesmal geht es nicht um Big Pharma und dessen vermeintliche dunklen Machenschaften. Nein, heute ist es Big Parma, das im Rampenlicht steht. Der echte italienische Parmesan bringt die Technologie auf unsere Esstische, und das aus einem ganz anderen Grund, als Sie vielleicht vermuten.

Die Kulinarik trifft auf die Technologie, und es hat einen überraschenden Grund: Käsefälschung. Angesichts der steigenden Nachahmerprodukte wendet sich der authentische Parmigiano Reggiano zu einem ungewöhnlichen, aber effektiven Verbündeten – essbaren Mikrochips.

Die komplexe Produktion und die benötigten Ressourcen treiben den Preis hoch. Ein 40-Kilogramm-Laib kann bis zu 900 Euro kosten.

Das Phänomen von Parmesan und der Käsefälschung

Der Parmigiano Reggiano, oft als das „Gold Italiens“ bezeichnet, hat sich seinen Platz in den Herzen von Feinschmeckern weltweit gesichert. Seine Authentizität, geprägt durch strenge Produktionskriterien und die europäische Schutzkennzeichnung, macht ihn zu einem begehrten Gut. Aber diese Beliebtheit hat einen Preis. Fälscher sind auf den Zug aufgesprungen, um vom Ruf dieses edlen Käses zu profitieren.

Echter Parmesan versus Nachahmerprodukte

Der Unterschied zwischen dem authentischen Parmigiano und dem, was manchmal als Parmesan bezeichnet wird, ist wie der Unterschied zwischen einem Château-Lafite-Wein und einer Flasche Tafelwein. Echter Parmigiano wird nur in bestimmten italienischen Regionen hergestellt und muss mindestens ein Jahr reifen. Für sein reiches Aroma und seine einzigartige Textur werden 13,5 Liter Milch benötigt, was ihn zu einem hochpreisigen Produkt macht. Der Parmigiano, der traditionell über Italiens beliebte Nationalspeise Spaghetti gerieben wird, hat dabei den zweifelhaften Ruhm erlangt, eines der weltweit am häufigsten gefälschten Lebensmittelprodukte zu sein.

Lesen Sie auch >   Fotos von lächelndem Donald Trump und lächelnden Sicherheitskräften nach Attentat wurden bearbeitet

Seit Jahren hat das Konsortium der Parmesan-Produzenten die anspruchsvolle Aufgabe, sicherzustellen, dass keine Fälschungen den Markt erreichen. Mit unermüdlichem Eifer verteidigt es das europaweit geschützte Qualitätssiegel gegen inländische Konkurrenten und Imitatoren aus Übersee. Schon im 13. Jahrhundert wurde der ehrwürdige Name „Parmigiano“ urkundlich festgehalten. Die Bedeutung und der Wert dieses Namens sind so groß, dass er seit 1996 gemäß einer EU-Verordnung als geschützte Ursprungsbezeichnung anerkannt ist. (Hinweis: Der namensgebende Parmigiano Reggiano ist seit dem 30. Oktober 1955 mit dem DOP-Siegel geschützt und seit dem 12. Juni 1996 EU-weit als Produkt mit geschützter Ursprungsbezeichnung ausgewiesen.)

Die Technologie schreitet ein: Essbare Mikrochips

Um dieser wachsenden Fälschungsproblematik entgegenzuwirken, kommt jetzt der essbare Mikrochip ins Spiel. Das US-Unternehmen p-Chip hat essbare Mikrochips entwickelt, die in die Rinde des Käses eingebettet werden. Und obwohl diese Rinde typischerweise nicht konsumiert wird, sind die Mikrochips so konzipiert, dass sie, falls versehentlich gegessen, den menschlichen Verdauungstrakt sicher durchlaufen können. Frühere Ansätze wie QR-Codes waren leider anfällig für Fälschungen.

Parmesan erhält jetzt essbare Mikrochips!
Parmesan erhält jetzt essbare Mikrochips!
Parmesan erhält jetzt essbare Mikrochips!
Parmesan erhält jetzt essbare Mikrochips!
Screenshots / Video > p-Chip Corporation
BehauptungenFaktencheck
Parmigiano Reggiano wird immer öfter gefälscht.Richtig
Parmigiano Reggiano darf nur in bestimmten Gebieten der Region Emilia Romagna produziert werden.Richtig
Der Käse muss mindestens ein Jahr reifen, um als Parmigiano Reggiano bezeichnet zu werden.Richtig
Ein eigenes Konsortium, das Consorzio del Formaggio Parmigiano Reggiano, überwacht die Produktion des Käses.Richtig
Die Mikrochips werden in der Käserinde angebracht und sind in der Größe eines Sandkorns.Richtig
Mit dem Mikrochip kann per Blockchain-Technologie die Produktion des Käses zurückverfolgt werden.Richtig
An mehr als 100.000 Käselaiben wurde die Funktion der Mikrochips getestet.Richtig
Der Mikrochip gibt nach drei Wochen in künstlicher Magensäure keine schädlichen Stoffe ab.Richtig
Es ist nicht möglich, Menschen mit einem Chip im Magen zu tracken.Richtig

Fazit: Die Integrität und Authentizität von Parmigiano Reggiano, einem der bekanntesten Käsesorten aus Italien, wird durch Käsefälscher bedroht. Die Produktion dieses Käses folgt strengen Vorgaben, einschließlich spezifischer regionaler Ursprünge und Reifezeiten. Um die Verbraucher vor Täuschung zu schützen und die Qualität des Originalprodukts zu gewährleisten, wurde die Einführung von Mikrochips in der Käserinde vorgeschlagen. Diese Technologie, deren Sicherheit in umfangreichen Tests bestätigt wurde, ermöglicht es, die Herkunft und Echtheit des Käses bis zur Quelle der verwendeten Milch zurückzuverfolgen.

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)