Bereits im Dezember berichteten wir von toten Vögeln in Wales – Nun gibt es Neuigkeiten.
Im Dezember 2019 wurden hunderte tote Vögel auf einer Straße in Wales gefunden.
Manche Seiten behaupteten schnell, dass die Vögel an „5G-Strahlung“ starben.
Die Todesursache steht jedoch mittlerweile fest: Sie starben höchstwahrscheinlich bei der Flucht vor einem Raubvogel.
In Nord Wales in Großbritannien wurden im Dezember 2019 hunderte tote Vögel auf einer Straße gefunden. Die Meldung sorgte für einiges Aufsehen und wilde Vermutungen. Ganz vorne dran eine Seite aus der Schweiz, die sofort die Ursache ausgemacht haben will: Die Vögel starben „nahe einer 5G-Anlage“!

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Die aktuellen Erkenntnisse
Wie mehrere englische Medien im Januar berichteten, sei nun nach umfangreichen Untersuchungen die Todesursache der Vögel geklärt.
Zwar liegt der toxikologische Bericht noch nicht vor, doch von einer Vergiftung wird ohnehin nicht ausgegangen, da der Zeitpunkt des Todes ansonsten bei den Vögeln variiert hätte, zudem hätte man dann sicherlich auch Vögel in den Wiesen rund um die Straße gefunden.
Bei der Untersuchung von 35 Vögeln wurde deutlich, dass sie allesamt durch Trauma und innere Blutungen starben, da sie mit voller Wucht auf die Straße prallten. Die wahrscheinlichste Ursache dafür ist, dass der Schwarm einem Raubvogel auswich und ein Teil der Vögel nicht „die Kurve bekam“, also nicht mehr rechtzeitig nach oben fliegen konnten.
STARLING UPDATE PART7
"We still await toxicology, but from speaking to many people, looking at the injuries and previous world wide cases it appears by taking avoiding flight action the murmuration has flown towards the ground and pulled up, but some have not made it"… Rob pic.twitter.com/24RZHFcTe4
— NWP Rural Crime Team /Tîm Troseddau Cefn Gwlad HGC (@NWPRuralCrime) January 16, 2020
„Könnte es nicht vielleicht doch an 5G gelegen haben?“
Nein!
Die Schweizer Seite „Legitim“ möchte die Leser zwar verwirren, indem sie schreiben:
Anfang November verkündete die Daily Post: „Vodafone hat zum ersten Mal superschnelle 5G-Dienste in Nordwales eingeführt.“
…doch ist Nordwales ziemlich groß.
Laut dem Artikel der „Daily Post“ wird 5G in insgesamt 30 Orten Großbritanniens installiert werden, eines der Orte wird Llandudno sein, einer Küstenstadt in Nord Wales.
Nun werfen wir doch einfach mal einen Blick auf die Karte: Wo liegt Llandudno, und wo wurden die toten Vögel gefunden?

Die Entfernung beider Orte ist per Luftlinie rund 45 Kilometer.
Zwar liegen beide Orte in Nord Wales, allerdings 45 Kilometer voneinander entfernt. Wenn die Vögel also tatsächlich in der Nähe einer „5G-Anlage“ starben, dann mit Sicherheit nicht an den 5G-Masten im weit entfernten erwähnten Llandudno.
„Okay, aber vielleicht gibt es ja in Bodedern 5G!“
Nein!
Ein Sprecher von Vodafone UK verlautbarte:
„Wir können bestätigen, dass es in der Gegend von Bodedern kein Vodafone 5G gibt und auch keine Tests stattgefunden haben.“
Das wollen wir aber nochmal selbst überprüfen!
Boededern hat den Postcode LL65. Also schauen wir mal, wie weit die Entwicklung von 5G in der Gegend ist. Dies ist recht einfach möglich, indem man den Postcode eines Ortes in Großbritannien auf dieser Seite eingibt.
Das Ergebnis:
Es gibt dort noch gar kein 5G!
Weder in Bordedern noch in der näheren Umgebung stehen 5G-Masten, noch sind welche für 2020 geplant, weder von Vodafone, noch von einem der anderen fünf Mitbewerber.
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Fazit
In unserem Artikel vom Dezember 2019 gehen wir noch ausführlicher auf weitere Punkte ein, die in dem Artikel von „Legitim“ behauptet werden (und schlichtweg falsch sind). Mittlerweile steht jedenfalls die wahrscheinlichste Ursache für den Tod der Vögel fest… und es ist immer noch nicht 5G!
Artikelbild: Shutterstock /Von Barbara_Krupa
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