Sie möchten sich im Schwimmbad abkühlen, werden aber sofort von dem starken Chlorgeruch begrüßt. Ein ganz normaler Geruch, Chlor im Schwimmbad. Aber warum riechen wir es eigentlich?

Denn eigentlich ist es gar kein Chlor, das wir riechen. Denn Chlor selbst hat nicht nur einen ganz anderen Geruch, sondern ist im Wasser verdünnt sogar fast geruchlos. Also was riecht man dann im Schwimmbad wirklich?

Das Geheimnis: Trichloramin

Das sogenannte Trichloramin (NCl3) ist eine chemische Verbindung, welche am Häufigsten als Nebenprodukt chemischer Reaktionen zwischen Ammoniak-Derivaten und Chlor auftritt. Es ist nur schwer wasserlöslich, flüchtig und bewirkt in größeren Mengen Haut- und Augenreizungen.

Chemie im Schwimmbad

Doch wer bitte schön bringt denn Ammoniak-Derviate mit ins Schwimmbad und erzeugt damit Trichloramin? Die Antwort: Erschreckend viele Besucher! Im Wasser befindet sich Chlor zur Desinfektion. Zusammen mit unserem Körper bringen wir auch diverse stickstoffhaltige Verbindungen mit ins Wasser, wie z.B. Harnstoff, Aminosäuren und Kreatinin, welches durch Schweiß und Urin da rein gerät.

Jene Verbindungen reagieren im Beckenwasser mit hypochloriger Säure zu Mono-, Di- und eben dem besagten Trichloramin, welches den typischen Duft erzeugt.

Wenn es also besonders stark im Schwimmbad riecht, ist das kein Zeichen von Sauberkeit, sondern dafür, dass viele Menschen ins Becken gepinkelt haben!

Weswegen man vor dem Schwimmen duschen sollte

Alexander Kämpfe, Fachgebietsleiter für Schwimm- und Badebeckenwasser beim Umweltbundesamt (UBA), erklärt in einem Interview mit Stern, dass etwa 6 Gramm Harnstoff durch einmal Pinkeln ins Wasser geraten, welches der gleichen Menge von fast 40 Badegästen entspricht, die den Stoff über die Haut absondern.

Die durchschnittliche Menge von 0,16 Gramm Harnstoff pro Badegast kann effektiv verringert werden, wenn man vor dem Schwimmen nicht nur einmal aufs Klo geht, sondern sich auch duscht: Durch das vorherige Duschen werden 75 bis 97 Prozent des Harnstoffs auf der Haut entfernt.

Wir hoffen, euch damit trotzdem das Badevergnügen nicht allzusehr geraubt zu haben.

Quellen: DGUVSternUmweltbundesamtQuarks
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