Da soziale Medien eine zentrale Rolle in unserem Alltag spielen, ist es wichtiger denn je, sich der Risiken bewusst zu sein, die mit dem Teilen persönlicher Informationen verbunden sind. Die Expertenorganisation Mimikama weist darauf hin, dass insbesondere im deutschsprachigen Raum eine hohe Aktivität auf Plattformen wie Instagram, TikTok und Snapchat zu beobachten ist, die nicht nur jüngere Generationen, sondern auch die sogenannten Babyboomer umfasst. Diese Beliebtheit birgt jedoch auch Gefahren, insbesondere das Problem des Oversharings, also des übermäßigen Teilens sensibler oder vertraulicher Informationen.

Gefahren des Oversharings

Oversharing kann Cyberkriminellen Tür und Tor öffnen. Vom neuen Auto über teure Schmuckstücke bis hin zu Urlaubsreisen und Familienfeiern – all diese geteilten Informationen können verschiedene Angriffsflächen bieten. Cybermobbing, Stalking, Identitätsdiebstahl und andere Formen des Betrugs können die Folge sein. Scheinbar harmlose Informationen reichen oft aus, um Kriminellen einen Vorteil zu verschaffen.

Fünf Tipps zum Schutz Ihrer Daten

Persönlich identifizierbare Daten: Selbst scheinbar unbedeutende Details können von Betrügern genutzt werden, um ein umfassendes Bild einer Person zu zeichnen. Dazu gehören Informationen wie der Name des Haustiers oder das Geburtsdatum. Vorsicht ist auch geboten, wenn Informationen über Freunde und Bekannte ohne deren Zustimmung weitergegeben werden.

Finanzdaten: Kontonummern, Bilder von Kredit- oder Debitkarten sollten niemals online geteilt werden. Selbst unscharfe Bilder können von Betrügern ausgenutzt werden.

Reisepläne: Das Teilen von Reiseplänen kann Einbrechern signalisieren, dass Ihr Zuhause für eine gewisse Zeit unbeaufsichtigt sein wird. Es ist ratsam, mit solchen Informationen vage zu bleiben oder sie erst nach der Rückkehr zu posten.

Standortdaten: Informationen über den Wohn- oder Arbeitsort sollten nicht öffentlich zugänglich gemacht werden. Zudem sollte die automatische Standortmarkierung in sozialen Medien deaktiviert werden.

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Bilder und Videos von Kindern: Viele Eltern teilen gerne Fotos ihrer Kinder, doch dies sollte mit Vorsicht geschehen. Nicht nur könnten sich die Kinder später dafür schämen, sondern solche Bilder können auch von Kriminellen missbraucht werden.

Zusätzliche Sicherheitstipps

Überlegen Sie genau, was Sie posten: Wenn Sie sich nicht wohl dabei fühlen, einen bestimmten Inhalt auf einer öffentlichen Plakatwand zu sehen, dann sollten Sie ihn auch nicht online stellen.

Überprüfen Sie Ihre Kontakte: Entfernen Sie regelmäßig Kontakte, die Sie nicht kennen oder mit denen Sie nichts mehr zu tun haben möchten. Kontrollieren Sie, wer Ihre Beiträge sehen kann: Beschränken Sie die Sichtbarkeit Ihrer Beiträge auf echte Freunde und Familie.

Einschränkung des Zugriffs auf Fotos: Stellen Sie sicher, dass nur Personen, denen Sie vertrauen, Ihre Fotos sehen können.

Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Ein starkes Passwort und die 2FA bieten einen zusätzlichen Schutz für Ihre Konten.

Die digitale Welt bietet unzählige Möglichkeiten zur Vernetzung und zum Teilen von Momenten. Doch mit diesen Möglichkeiten kommen auch Risiken. Indem Sie diese Tipps befolgen, können Sie sich und Ihre Liebsten besser schützen und sicherstellen, dass Ihre sozialen Medien eine Quelle der Freude und nicht der Sorge sind.

Fragen und Antworten zum sicheren Teilen:

Frage 1: Was versteht man unter Oversharing in sozialen Medien?
Antwort 1: Unter Oversharing versteht man das übermäßige Teilen sensibler oder vertraulicher Informationen in sozialen Medien, was unterschiedliche Risiken birgt.

Frage 2: Welche Risiken sind mit dem Oversharing verbunden?
Antwort 2: Risiken umfassen Cybermobbing, Stalking, Identitätsdiebstahl und verschiedene Betrugsformen.

Frage 3: Warum sollte man persönlich identifizierbare Informationen nicht teilen?
Antwort 3: Selbst geringfügige Details können von Betrügern genutzt werden, um ein umfassendes Bild einer Person zu erstellen und diese auszunutzen.

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Frage 4: Warum ist Vorsicht beim Teilen von Reiseplänen geboten?
Antwort 4: Das Teilen von Reiseplänen kann Einbrechern signalisieren, dass Ihr Zuhause für eine gewisse Zeit unbeaufsichtigt ist.

Frage 5: Wie kann man seine Daten in sozialen Medien besser schützen?
Antwort 5: Durch Überlegen, was man postet, Überprüfen der Kontakte, Kontrolle über die Sichtbarkeit von Beiträgen, Einschränkung des Zugriffs auf Fotos und Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Fazit

Das Teilen in sozialen Medien erfordert ein hohes Maß an Bewusstsein und Vorsicht, um die Privatsphäre und Sicherheit zu wahren. Indem man die empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen befolgt, kann man sich und seine Liebsten vor den Gefahren des Oversharings schützen. Es ist wichtig, stets zu überlegen, welche Informationen man teilt, und den Zugang zu seinen Daten sorgfältig zu kontrollieren. Durch die Anwendung dieser Strategien können soziale Medien weiterhin eine Quelle der Freude und nicht der Sorge sein.

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)