Sie ist keine „fliegende Zecke“, aber gleichermaßen unangenehm.
Ein in Deutschland relativ unbekannter Quälgeist verbreitet sich in Mitteldeutschland: die Hirschlausfliege. Tatsächlich gibt es diese Blutsauger hierzulande, die Seite „wize.life„, erzählt euch da kein Ammenmärchen, wie manche unserer Leser vermuteten.

Keine „fliegende Zecke“
Wir möchten gleich am Anfang den Spitznamen dieses Parasiten aus dem Gedächtnis löschen: Auch wenn diese Fliege auf den ersten Blick wie eine Zecke aussieht, so ist sie doch keine, sondern gehört zur Familie der Lausfliegen, ihr wissenschaftlicher Name ist Lipoptena Cervi. Faustregel: Fliegen und andere Insekten haben 6 Beine, Spinnen und Milben (Arachniden) haben 8 Beine.
Ihr Verhalten ähnelt aber dem einer Zecke
Da sich dieses Insekt nun auch in Deutschland mehr und mehr verbreitet, solltet ihr darüber Bescheid wissen, wo man diese antrifft und wie sie sich dem „Opfer“ nähern.
Diese Tiere treiben sich hauptsächlich im Wald herum und befallen dort Wild. Durch ihre größere Verbreitung sind sie mittlerweile aber auch für Tier und möglicherweise Mensch gefährlich. Jedoch machen sie sich leichter bemerkbar als Zecken. Wie die uns bekannten Fliegen umschwirren sie einen erst, bevor sie sich auf dem Wirt niederlassen. Bei Hunden ist dies oftmals die Bauchgegend, bei Menschen der Nacken.
Nun kommt der Teil, der den Zecken ähnelt: Sie krabbeln recht flink auf der Haut, um eine geeignete Stelle zu finden und saugen sich dann dort fest. Das Ungewöhnliche: Sie werfen dann ihre Flügel ab, haben also gar nicht vor, da wieder zu verschwinden. Und das Unangenehme: Sie verbreiten das erst vor 20 Jahren entdeckte Bakterium „Bartonella schoenbuschensis„.
Ist das gefährlich?
Es gibt bisher nur sehr wenige Untersuchungen, wie das Bakterium auf den Menschen wirkt. Den Stich selber merkt man nicht, die Bissstellen schwellen allerdings nach kurzer Zeit an und ähneln einem Bluterguss. Dazu kommt noch ein heftiger Juckreiz und Pustelbildung. Das Bakterium steht im Verdacht, bei Menschen Herzentzündungen zu verursachen, dies ist allerdings bisher reine Spekulation! Es ist noch nicht mal sicher, ob das Bakterium überhaupt auf den Menschen übertragen wird, die Untersuchungen hierzu laufen erst seit 2017.
Fazit
Die Hirschlausfliege verbreitet sich tatsächlich in Deutschlands Waldgebieten. Sie hat ein zeckenähnliches Verhalten, ist aber keine „fliegende Zecke“. Inwiefern das Bakterium, welches in dem Tier gefunden wurde, für den Menschen gefährlich ist, dazu gibt es noch keine gefestigten Untersuchungen. Die Behauptung, dass die Hirschlausfliege Herzentzündungen verursacht, ist bisher rein spekulativ.
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