Drogen, die einem auf einer Party oder in einem Club heimlich ins Glas geworfen werden – auch Roofie genannt – sind leider eine bittere Realität. Ein Video, welches auf Twitter erstmals auftauchte, zeigt eine solche Aktion zufälligerweise.
Die Nutzerin Jaeda_sky postete dieses Video am 5. April 2018 auf Twitter. Es wurde mittlerweile gelöscht, aber beispielsweise hier neu hochgeladen:
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Im Video sind zwei junge Frauen zu sehen, die sich auf einem Musikfestival gut amüsieren. Das Mädchen, welches sich mit ihrem Handy filmt, hält ihr Glas ein wenig nach hinten. In den wenigen Sekunden sieht man, wie jemand vorbeigeht, etwas in ihr Glas wirft und schnell verschwindet.
Wer, wann, wo?
Das Video wurde im April 2018 in Brasilien aufgenommen. Auch ist bekannt, wer die junge Dame ist: Es handelt sich um die Brasilianerin Kristal Santos, die ihre Fotos und Videos auf Instagram präsentiert.
Ist das Video echt?
Das lässt sich nur schwer beurteilen. Einige Nutzer weisen darauf hin, dass es sich um einen Fake handeln könnte, da niemand so einfältig wäre, vor einer laufenden Handyaufnahme etwas in ein Glas zu werfen. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei dem sogenannten „Roofie“, das ist Slang für Rohypnol, die „Vergewaltigungsdroge“, die einem ins Glas geworfen wird, um ein sehr reales Problem.
Wie geht es Kristal?
Glücklicherweise gut. Auf ihrem Instagram-Account sagt sie, dass sie sich über die Reaktionen auf ihr Video freue, sich aber niemand Sorgen machen müsse. Das Glas war fast leer, sie habe davon nichts getrunken, da jene Party gerade zuende war.
Ein reales Problem
Ob das Video echt ist oder nicht: Die Methode, KO-Tropfen oder andere Drogen in unbeaufsichtige Gläser zu werfen, ist leider kein Fake. Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes rät hierzu:
- Getränke bei der Bedienung bestellen und nur selbst entgegennehmen.
- Von Unbekannten keine offenen Getränke annehmen.
- Offene Getränke nicht unbeaufsichtigt lassen.
- Bei Übelkeit Hilfe beim Personal suchen.
- Freundinnen und Freunde achten aufeinander und lassen ihre Getränke nicht aus den Augen.
- Freundinnen und Freunde holen im Ernstfall sofort ärztliche Hilfe für das Opfer und verständigen das Personal.
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