Das Corona-Virus / COVID-19 breitet sich in rasanter Geschwindigkeit über den Planeten aus und wird in den nächsten Tagen bis Wochen vermutlich den letzten Winkel unseres Planeten erreicht haben.
Bargeldlos zahlen: Laut einem Bericht des Telegraphs könnten auch Geldscheine mit dem Corona-Virus verseucht sein und ein Grund sein, warum der Virus schneller in den Umlauf gerät. Gesundheitswissenschaftler der WHO empfehlen laut dem Bericht des Telegraphs nun zum Schutz bargeldlose Zahlung.
Der normale Geldschein bestand ursprünglich aus Papier (und tut dies in einigen Ländern immer noch), wurde dann jedoch zum Zwecke der längeren Lebensdauer aus zunehmend zäheren Materialien wie Kunststoff, Polymer, Hanf- bzw. Baumwollfasern hergestellt. Eurobanknoten bestehen aus Sicherheitspapier, welche aus einem Baumwohl-Standardsubstrat besteht und mit allerlei anderen Fäden versetzt ist, um die Fälschungssicherheit zu gewährleisten.
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Der Telegraph veröffentlichte in einem Artikel einen Gesprächsauszug mit einem Experten der WHO, in dem dieser angeblich an die Bevölkerung appellierte, Bargeld zu vermeiden und bei Einkäufen auf kontaktloses Zahlen umzusteigen, da dies das Ansteckungsrisiko verringere.
Allerdings wurde aufgrund des weltweiten medialen Echos von der WHO rasch eine Klarstellung des Statements nachgereicht, nämlich dass die WHO keineswegs die Benutzung von Bargeld aus hygienischen Gründen untersagen möchte, sondern dass nach dem Umgang mit Geldscheinen generell Hände gewaschen werden sollten. Es wurde auch präzisiert, dass die WHO nicht den Standpunkt vertrete, dass Geldscheine den Corona-Virus übertragen.
Die USA und andere ostasiatische Länder sehen in Geldnoten offenbar doch einen potentiellen Überträger und haben teilweise sogar Quarantäne über ausländische Geldscheine verhängt. Die südkoreanische Zentralbank etwa lagert ihnen von regionalen Banken zugelieferte Banknoten zwei Wochen und bringt sich dann erneut in den Umlauf. Die chinesische Zentralbank wiederrum bestrahlt Geldscheine mit ultraviolettem Licht und hohen Temperaturen und bringt das Geld ebenfalls erst nach 14 Tage wieder in Umlauf.
Im Gegensatz dazu sieht die Europäische Zentralbank und die Deutsche Bundesbank die Situation hinsichtlich Banknoten nicht so kritisch und in Banknoten keinen zentralen Überträger des Virus. Nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geben Experten der Deutschen Bundesbank Entwarnung, da es bis dato keinerlei fundierte Belege dafür gibt, dass Banknoten oder Münzen Überträger des Corona- Virus seien. Trotzdem wird im Umgang mit Bargeld derselbe Hygienestandard wie mit anderen Alltagsgegenständen empfohlen, im Zweifel gilt Händewaschen als beste Präventionsmaßnahme.
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Fazit:
Zusammengefasst zeigt sich, dass viele Medien im Zuge der Berichterstattung über den Coronavirus selbst Panik auslösen können, wenn Expertenmeinungen unpräzise gedeutet oder ausgelegt werden. Zwar ist die offizielle Linie einiger Länder unter anderem China und USA, dass Geldnoten ein Übertragungsrisiko bergen, die WHO hat jedoch nach dem oben genannten Bericht des Telegraph eindeutig festgehalten, dass sie in Banknoten generell kein Übertragungsrisiko sehen, worauf sich auch die EZB und die Deutsche Bundesbank berufen. Laut diesen Instituten geht von Banknoten und Münzen kein Übertragungsrisiko auf, jedoch sollte wie bei der Benützung von allen Alltagsgegenständen im öffentlichen Raum Händewaschen folgen.
Verweise:
Dirty banknotes may be spreading the coronavirus, WHO suggests
WHO offers advice about using cash as coronavirus continues to spread
Jetzt sollen wir bargeldlos zahlen – laut WHO
WHO empfiehlt kontaktloses Bezahlen gegen Coronavirus
Seuchenschützer warnt vor kontaminierten Banknoten
Autor: Alexander Herberstein
Artikelbild: Shutterstock / Von Kenan Stocks
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