Auch wenn Aufnahmen auf den ersten Blick authentisch wirken, so unser Kooperationspartner von Saferinternet, wurde oft ein wenig nachgeholfen – nicht nur, um sie für die Werbebranche zu verschönern. Besonders in Sozialen Netzwerken werden gefälschte Bilder, Fotos und Videos manchmal gezielt eingesetzt, um Falschmeldungen („Hoaxes“) in Umlauf zu bringen, bestimmte Theorien zu untermauern oder Stimmung gegen Bevölkerungsgruppen zu machen.
So werden Bilder manipuliert
- Bearbeitung mit Grafikprogrammen wie z. B. Photoshop (z. B. um Gesichter an ein Schönheitsideal anzupassen)
- Kontext wird verändert – reale Bilder werden einem anderen Ereignis zugeschrieben
- Fotomontage: Personen oder Objekte werden aus einem Bild entfernt oder nachträglich in ein anderes hineinkopiert
- Fotokombination: Teile verschiedener Bilder werden zu einer neuen Aufnahme zusammengesetzt
- Bildausschnitt: Werden nur Teile des Bildes gezeigt und damit Informationen weggelassen, kann sich die Aussage des Bildes ändern.
- Lichtverhältnisse: Durch Anpassung des Lichts entsteht der Eindruck einer anderen Tages- oder Jahreszeit.
- Blickwinkel: Dadurch wird z. B. ein bestimmtes Ereignis oder eine Person auf dem Bild in den Mittelpunkt gerückt.
- Manipulation mit Audio: gezielte Unterlegung von Videos mit Musik oder Audioaufnahmen (z. B. um den Eindruck zu erwecken ein Video stamme aus einem anderen Land)
- Künstliche Intelligenz: sog. „Deepfakes“ deren Bilder oder Audio mittels Künstlicher Intelligenz bearbeitet wurden
Tipps, um die Echtheit von Bildern zu überprüfen
- Herkunft prüfen. Eine umgekehrte Bildersuche im Internet zeigt schnell den tatsächlichen Ursprung eines Bildes auf, z. B. mit:
- https://images.google.com (Desktop),
- https://reverse.photos (Desktop & mobil),
- www.tineye.com (Desktop & mobil) oder
- Eine umgekehrte Suche nach YouTube-Videos bietet www.citizenevidence.amnestyusa.org.
- Quelle hinterfragen. Welche Person oder Organisation steht hinter der Website oder Facebook-Seite? Was ist über die Verfasser:innen bekannt? Achten Sie auf Anzeichen für eine glaubwürdige Quelle.
- Quellen vergleichen. Passen Bild und Geschichte zusammen? Gibt es andere Quellen, die über denselben Inhalt berichten?
- Foto-Metadaten abfragen. Diese geben u. a. Auskunft über Ort, Datum und Uhrzeit der Aufnahme (z. B. mit dem Tool www.exifdata.com).
Weiterführende Links
- Rhetorik.ch: Beispiele für Techniken der Bildmanipulation
- Buzzfeed.com: Beispiele für verbreitete Fake-Bilder nach Amoklauf
- Riotcontent.com – Experiment mit acht viralen Fake-Videos
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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

