Über einen gesponserten Beitrag auf Facebook soll man die Wahrheit darüber erfahren, warum Julian Assange wirklich verhaftet worden ist.
Demnach soll Assange für sein neues Projekt WikiBot festgenommen worden sein. Der Beitrag hierzu sieht so aus:

Wir folgen dem Link und gelangen auf eine Webseite im Corporate Design von CNN – es macht den Eindruck, als würde es sich hier um einen echten Artikel von CNN handeln:

Der Artikel liest sich dramatisch und schon bald wird der Leser auf die Bitcoin-Plattform WikiBot aufmerksam gemacht.
Wir kennen diese Masche bereits!
Immer wieder erhalten wir Hinweise auf irreführende Werbung dieser Art. Und immer soll eine Berühmtheit durch „Binäre Optionen“ reich geworden sein oder die schnelle Lösung für die Geldprobleme des kleinen Mannes parat haben. (siehe zum Beispiel Thomas Anders wirbt nicht für Bitcoin-Plattformen!)

Die Masche
Man wird also per Clickbait auf eine Seite gelockt, bei der es ausnahmslos um Werbung für WikiBot geht. Diese Werbeseite ist gespickt mit gefälschten Aussagen von Prominenten, die angeblich darin investiert haben, aber wahrscheinlich keine Ahnung haben, dass ihre Bilder für diese Seite missbraucht werden.
Auf der Bitcoin-Handelsseite findet sich ein gefälschter Videobeitrag von CNN, gefälschte Kundenaussagen sowie kein Impressum und kein sonstiger Hinweis, wem die Seite gehört.

Da der Inhalt absolut frei erfunden ist, spricht man hierbei von fabricated content. Assange hat keine Plattform namens WikiBot erfunden. Seine Geschichte erfährst du hier.
Also noch einmal zusammengefasst:
- Kommerzielle Fake-News enthalten einen pseudoredaktionell erstellten Inhalt, der keinen Wahrheitsgehalt hat und auch nicht haben muss. Ebenso muss der Inhalt auch in keinem Zusammenhang mit der Schlagzeile stehen.
- Sie stellen sich in Form einer News / Nachrichtenwebseite dar, die jedoch letztlich keine ist.
- Der Inhalt spricht ein Verlangen / eine Angst (in diesem Falle nur Verlangen) an.
- Dem Verfasser ist der Inhalt egal, es geht darum, Werbung anzuzeigen, bzw. Werbelinks wirksam einzubauen.
Aber vielleicht funktioniert das ja?
Höchstwahrscheinlich eher nicht.
Wenn durch diese Methode viele Leute gleichzeitig Bitcoins kaufen, steigt der Preis in Sekundenschnelle, Gewinner sind dann nur diejenigen, die in den ersten Sekunden kauften.
Umgekehrt genauso: Verkaufen durch diese Methode viele Leute gleichzeitig ihre Bitcoins, fällt der Preis genauso schnell, wieder gibt es nur wenige Gewinner.
Dadurch würde ein unendlich schnelles Auf-und Ab des Bitcoin-Kurses entstehen, und zwar in extremem Maße. Somit kann das System eigentlich nur funktionieren, wenn nur wenige Anleger das System nutzen, je mehr Nutzer, umso schlechter funktioniert es.
Mal ganz davon abgesehen, dass es sich dabei dann um eine illegale automatisierte Beeinflussung des Bitcoin-Kurses handeln würde: Die echten Gewinner dürften nur die Betreiber der Seiten sein, die jedesmal Provisionen kassieren.
Fazit
Irreführende gesponserte Beiträge, die zu nachgebauten Nachrichtenseiten führen, die eine erfundene Geschichte erzählen und dabei immer wieder auf dubiose Bitcoin-Trading-Plattformen verlinken, bei denen man nur verlieren kann!
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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

