Greenkama macht Klimaschutz greifbar

Desinformation zum Klimawandel am Pranger

Unternehmen sollen mit Werbung für Fossile gezielt viele Falschmeldungen verbreitet haben.

Nick L.

Der jüngste Bericht von Climate Action Against Desinformation (CAAD) enthüllt grassierende Fake News, die auf dem COP27-Klimagipfel in Sharm el Sheikh präsent waren, und deckt auf, wie sich einige der gefährlichen Unwahrheiten auf Akteure in Sachen fossile Brennstoffe zurückführen lassen. Unternehmen, die mit dem fossilen Brennstoffsektor verbunden sind, sollen demnach rund vier Mio. Dollar für bezahlte Werbung ausgegeben haben, um falsche und irreführende Behauptungen über die Klimakrise, Netto-Null-Ziele und die Notwendigkeit fossiler Brennstoffe vor und während der COP27 zu verbreiten.

US-Ölbranche auf Anklagebank

Die Analysten haben 3.781 Anzeigen identifiziert. Die Mehrheit davon stammte von Energy Citizens, einem Informationsportal des American Petroleum Institute. Die US-Kunststoffhersteller allein gaben mehr als eine Mio. Dollar aus und die Saudi Green Initiative schaltete 13 Anzeigen. Diese Initiative setzt sich allerdings ausdrücklich für eine grünere Welt ein. Verdächtig machte sie sich wohl dennoch, weil sie im Ölland Saudi-Arabien beheimatet ist.

Die Fake News hätten nicht nachvollziehbare Zweifel an der Zuverlässigkeit grüner Technologien geäußert und fossile Brennstoffe als nötig und zuverlässig angepriesen, heißt es. Es habe eine irreführende Darstellung von Verlust- und Schadensdiskussionen aufgrund des Klimawandels gegeben. Zudem entdeckte die CAAD Verbindungen zwischen Klimaskepsis oder -leugnung und den aktuellen Kulturkriegen, die Bedenken hinsichtlich des Klimawandels mit „Wokeness“ verbinden. Für Befürworter des umstrittenen Begriffs bedeutet „Wokeness“ oder „woke“ sein, erhöhte Wachsamkeit für Themen wie Rassismus, Sexismus und andere Diskriminierungen.

Weltweite Wünsche der CAAD

CAAD fordert die USA, die EU, die UN, den Internationalen Klimarat und die Big-Tech-Unternehmen auf, die Bedrohung durch Fake News durch den Klimawandel anzuerkennen und sofortige Schritte zu unternehmen, um die Transparenz und den Datenzugang zu verbessern. Damit sollen irreführende Befürwortungen fossiler Brennstoffe in bezahlten Werbeinhalten gestoppt und Richtlinien gegen Wiederholungstäter durchgesetzt werden, die Desinformation auf Plattformen verbreiten.

Quelle:

Pressetext

Lesen Sie auch unsere Faktenchecks:
14 Wölfe in Allentsteig, Niederösterreich? – Fake!
Subvariante XBB.1.5 infiziert nicht stärker Geimpfte und Genesene!
Festnahme von Greta Thunberg in Lützerath ist nicht gestellt


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

Mit deiner Hilfe unterstützt du eine der wichtigsten unabhängigen Informationsquellen zum Thema Fake News und Verbraucherschutz im deutschsprachigen Raum

INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

  • Mit deiner Hilfe unterstützt du eine der wichtigsten unabhängigen Informationsquellen zum Thema Fake News und Verbraucherschutz im deutschsprachigen Raum. Ein unabhängiges und für jeden frei zugängliches Informationsmedium ist in Zeiten von Fake News, aber auch Message Control besonders wichtig. Wir sind seit 2011 bestrebt, allen Internetnutzern stets hochwertige Faktenchecks zu bieten.  Dies soll es auch langfristig bleiben. Dafür brauchen wir jetzt deine Unterstützung!

Mehr von Mimikama