Hast Du auch schon die Warnung vor dem wilden Hacker Fabrizio Brambilla bekommen?
Social Media ist ein digitaler Marktplatz, die Agora der Gegenwart. Menschen tauschen Inhalte untereinander aus, Bilder, Links, Geschichten. Manche Geschichten sind unheimlich süß, andere voller Wut und Hass. Wieder andere Inhalte sind informativ und manche sind lediglich stille Post.
So wie der Kettenbrief mit Fabrizio Brambilla. Wir kennen diesen Kettenbrief bereits sehr gut, da im Prinzip nur der Name ausgetauscht wird. Aber vielleicht denken ja viele Nutzer „Oh, das ist jetzt jemand anders! Dann ist es bestimmt wahr, also teile ich das!“. Anders können wir es uns nicht erklären.

„WICHTIG
Bitte sage allen Kontakten in deiner Messenger-Liste, dass Sie nichts von Fabrizio Brambilla akzeptieren sollen. Er hat ein Foto mit einem Hund. Er ist ein Hacker und hat das System mit Ihren Messenger-Konto verbunden. Wenn einer deiner Kontakte es akzeptiert, wirst Du ebenfalls gehackt, also stelle sicher, dass alle deiner Freunde es wissen. Vielen Dank . Bitte weiterleiten“
Das Märchen vom Hack über den Messenger
Der Facebook-Messenger ist dazu da, um Texte und kleinere Dateien mit anderen Nutzern auszutauschen, auch „Chat“ genannt. Somit könnte ein „Hack“ nur stattfinden, wenn jemand eine infizierte Datei geschickt bekommt und diese öffnet.
Man kann aber nicht „gehackt“ werden, indem man einfach einen Kontakt annimmt und dieser einen dann anschreibt. Technisch einfach nicht möglich.
Und wenn er doch ein „Hacker“ ist?
Neugierige Nutzer (und wir) schauen vielleicht auf Facebook, ob es diesen Nutzer überhaupt gibt. Und tatsächlich:

Es gibt sogar mehrere Fabrizios mit Hunden und sogar kürzlich erst erstellte Fabrizios mit Guy Fawkes-Maske. Sind das alles „Hacker“? Schließlich stimmt die Beschreibung, und wer ein Profilbild mit der „Anonymous“-Maske hat, muss doch ein Hacker sein, oder?
Wir wiederholen es an dieser Stelle nochmal: Es ist technisch nicht möglich!
Man kann davon ausgehen, dass die erst neu erstellten Profile mit Guy Fawkes-Maske einzig der Panikmache dienen sollen. Die beiden Fabrizios mit Hunden wissen wahrscheinlich nicht einmal, dass sie unfreiwillige Opfer eines Kettenbriefes sind.
Vielleicht ein Körnchen Wahrheit?
Da müssen wir jetzt einfach mal vermuten, aber so wie wir Facebook kennen, gehen wir mal davon aus, dass irgend jemand einmal tatsächlich eine Nachricht eines Fabrizio Brambilla bekommen hat. Möglicherweise eine Nachricht wie ein angebliches Youtube-Video und dem Text „Bist du das?“ oder ähnlich. Wir berichteten über solcherlei Nachrichten: Man klickt ein angebliches Video von sich an, loggt sich auf einer gefälschten Facebook-ähnlichen Seite mit seinen Zugangsdaten ein und verbreitet damit diese Nachricht automatisch an alle Facebook-Freunde weiter, zudem hat man dann auch die Zugangsdaten den Betrügern geschenkt.
Viele Nutzer haben dabei den Eindruck, sie seien „gehackt“ worden, in Wirklichkeit aber haben sie ihre Daten quasi freiwillig Betrügern gegeben, da sie nicht aufpassten, wo sie ihre Daten eingeben. So wird aus der eigenen Naivität plötzlich ein ominöser „Hacker“.
So oder ähnlich können wir uns hypothetisch vorstellen, was passiert ist. Diejenige Person, die den Kettenbrief angefangen hat, ist aber sicher nicht durch eine Freundschaftsanfrage über den Messenger gehackt worden. Falls wir es noch nicht erwähnt haben sollten: Es ist technisch nicht möglich!
Fazit
Nein, jener Fabrizio ist kein Hacker, der euren Account hacken kann. Wenn man zufällig eine Freundschaftsanfrage von diesem Namen kommt, muss man sie zwar nicht annehmen, aber man wird bestimmt nicht „gehackt“. Sein Name reiht sich nun in die Liste der „Hacker“ namens Christoph und Jessica Davies, Peter Enis, Marcel Hohmann, Ute Christoff und Paolo Tizzanini ein. Alles Namen, die in solchen oder ähnlichen „Warnungen vor Hackern“ auftauchten, deren Namensträger aber wahrscheinlich froh sind, wenn sie endlich nicht mehr als „Facebookprofil-Hacker“ bezeichnet werden.
Im Namen aller als „Hacker“ bezeichneten unschuldigen Personen bitten wir euch also:
Verbreitet solche Kettenbriefe nicht!
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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

