Die Behauptung

Ein Online-Video zeigt keine vom Kreml veröffentlichten Animationen von Atomangriffen, sondern Filmszenen.

Unser Fazit

Recherchen bestätigen, dass das Video Filmszenen enthält und nicht vom Kreml herausgegeben wurde.

Verbreitung und Ursprung der Falschmeldung über Atomangriffe

In den sozialen Medien kursierte das Gerücht, der Kreml habe ein Video veröffentlicht, das Atomangriffe auf amerikanische Städte zeige. Der Ursprung des Videos ist jedoch weder auf den offiziellen Plattformen der russischen Regierung, wie der englischsprachigen Website, noch auf den Accounts des russischen Außenministeriums oder anderen Regierungskanälen zu finden.

Screenshot einer Meldung über angebliche Atomangriffe
Screenshot einer Meldung über angebliche Atomangriffe

Analyse der Videoinhalte

Das besprochene Video ist ein Zusammenschnitt von Szenen aus verschiedenen Spielfilmen, die zwischen 2009 und 2015 veröffentlicht wurden. Es enthält Ausschnitte aus dem Film „Knowing“ sowie aus den Franchises „Terminator“, „Battlestar Galactica“ und „Mission: Impossible“.

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Spezifische Filmszenen im Video

Die ersten 15 Sekunden des Online-Videos, welche den Start einer Rakete unter Wasser und deren Flug über die Erde zeigen, stammen aus dem Film „Mission: Impossible – Ghost Protocol“. Der Film aus dem Jahr 2011 handelt von Agent Ethan Hunt und seinem Team, die fälschlicherweise des Bombenanschlags auf den Kreml beschuldigt werden.

Die Szenen zwischen 0:17-0:25 zeigen nukleare Waffen, die vom Himmel auf eine Stadt hinabfallen, wobei es sich um eine Satellitenaufnahme von Vancouver in Kanada handelt. Diese stammen aus dem Film „Battlestar Galactica: The Plan“.

Ab dem Zeitstempel 0:27 sieht man eine Explosion an der Golden Gate Bridge und der Transamerica Pyramid in San Francisco, die aus dem Film „Terminator Genisys“ von 2015 entnommen wurden.

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Von 0:41 bis zum Ende des Videos ist eine nukleare Explosion in Manhattan, New York, zu sehen, die aus dem Film „Knowing“ von 2009 mit Nicholas Cage stammt.

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Fazit:

Das in den sozialen Medien verbreitete Video ist irreführend und stellt keine vom Kreml veröffentlichte Animation dar. Es handelt sich vielmehr um einen Zusammenschnitt von Filmszenen. Es gibt keine Beweise dafür, dass das Video von offiziellen russischen Regierungsstellen veröffentlicht wurde.

Die Aufklärung von Fehlinformationen, wie z.B. die fälschliche Darstellung von Videos über Atomangriffe als Material des Kremls, ist aus mehreren Gründen wichtig. Sie schützt die öffentliche Sicherheit, indem sie Panik und Angst in der Bevölkerung verhindert. Fake News können die internationalen Beziehungen negativ beeinflussen, indem sie auf der Grundlage falscher Behauptungen diplomatische Spannungen erzeugen. Die Glaubwürdigkeit der Medien und das Vertrauen der Öffentlichkeit können nur durch die konsequente Richtigstellung von Falschmeldungen aufrechterhalten werden. Eine informierte Bürgerschaft ist die Grundlage demokratischer Entscheidungsprozesse, und nur durch korrekte Informationen können Bürgerinnen und Bürger informierte Entscheidungen treffen. Darüber hinaus kann die rechtzeitige Korrektur von Fehlinformationen dazu beitragen, politische und militärische Eskalationen zu vermeiden. Insgesamt fördert die Entlarvung von Fake News eine aufgeklärte Gesellschaft, in der fundierte und faktenbasierte Diskurse möglich sind.

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)