Falsche Mail von Amazon lockt in eine Abofalle!

Angeblich angesammelte Treuepunkte und Gewinne sollen Amazon-Kunden in eine teure Abofalle locken, die sich teuer auf der Kreditkarte bemerkbar macht.

Angeblich angesammelte Treuepunkte und Gewinne sollen Nutzer in eine teure Abofalle locken.

Derzeit kursieren diverse Mails in verschiedenster Form, die jedoch allesamt ein Ziel haben: Die Nutzer in ein teures Abonnement zu locken. So kursieren auch diese Mails, die jedoch beide nicht von Amazon stammen:

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen
Zwei der falschen Mails von Amazon
Zwei der falschen Mails von Amazon

Im einen Fall wird ein Mobiltelefon aufgrund von Treuepunkten versprochen (seit wann gibt es Treuepunkte bei Amazon?), im anderen Fall geht es um eine angebliche kostenlose Prämie, die man als zufällig ausgewählter Kunde erhalten soll.

So verschieden beide Mails auch sind: Beide führen auf die gleiche Seite, die nicht von Amazon ist:

Die angebliche Umfrage von Amazon
Die angebliche Umfrage von Amazon

Jene Umfrage stellt belanglose Fragen nach Geschlecht, Alter und wie einem das Angebot von Amazon gefällt.
Danach soll sich man sich für ein Smartphone-Modell entscheiden, wobei gleich mehrere Sachen auffallen:

  1. Als Datum wird immer der heutige Tag genannt, um die Nutzer zu einer schnellen Entscheidung zu drängen
  2. In der Mail und im Text auf der Seite wird von einer Belohnung geschrieben
  3. Bei der Auswahl wird jedoch von einer Gewinnmöglichkeit geschrieben
Die scheinbare Belohnung wird zum Gewinnspiel
Die scheinbare Belohnung wird zum Gewinnspiel

Nachdem man sich eine Belohnung/Gewinn ausgesucht hat, geht es ans Eingemachte:
Man soll nun seine Daten eingeben, um das Smartphone zu bestellen. Zwar zu einem äußerst günstigen Preis, doch die Sache hat noch einen Haken…

Ein Bestellformular, übrigens auch nicht von Amazon
Ein Bestellformular, übrigens auch nicht von Amazon

Das Kleingedruckte

Macht man sich die Mühe, nicht etwa sofort die Daten einzugeben und abzusenden, sondern weiiiit nach unten zu scrollen, sieht man auch das Kleingedruckte, das es in sich hat:

Man landet in einem teuren Abonnement
Man landet in einem teuren Abonnement

„Dieses Sonderangebot beinhaltet ein 7-Tage(-s) Probe-Abo eines angeschlossenen Abonnement-Services. Danach wird Ihre Kreditkarte automatisch mit der monatlichen Abo-Gebühr (84.99 EUR) belastet.“

Und wenn ich vorher einfach kündige?

Viel Erfolg dabei, denn auf der Seite ist nirgends angegeben, wer dieses Gewinnspiel überhaupt veranstaltet.
Selbst wenn man schlau ist und einfach per Abfrage nach dem Ersteller der Seite schaut, gerät man in eine Sackgasse, denn dieser hat sich anonymisiert:

Der Ersteller der Seite bleibt im Dunkeln
Der Ersteller der Seite bleibt im Dunkeln

Nach der vermeintlichen Teilnahme wird man also erst mal gar nichts hören… bis man nach sieben Tagen plötzlich ein teures Abonnement an der Backe hat, was nur schwer zu kündigen ist. Selbst wenn man das mit anwaltlicher Hilfe dann schafft, hat man zumindest für den ersten Monat gezahlt, 85 Euro sind unwiederbringlich weg!

Fazit

Bei solchen vermeintlichen Belohnungen oder Gewinnen aus heiterem Himmel sollten immer die Alarmglocken schrillen, denn eines ist im Internet absolut sicher:

Nichts ist kostenlos. Man bezahlt immer entweder mit seinen Daten oder seinem Geld. Oder auch beidem, wie in diesem Fall.

Auch interessant:

Kostenlos · der tägliche Mimikama-Newsletter

Fakten statt Aufregung. Direkt in dein Postfach.

Die wichtigsten Faktenchecks und Meldungen des Vortags – jeden Morgen kostenlos und unabhängig vom Social-Media-Algorithmus.

Ich möchte den oben angeführten Newsletter erhalten und stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse zu diesem Zweck verarbeitet wird. Ich kann den Newsletter jederzeit abbestellen. Details in der Datenschutzbestimmung.


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)