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Wegen „Zensur“: Impfgegner klagen Facebook

Claudia Spiess, 27. August 2020
Wegen "Zensur": Impfgegner klagen Facebook
Wegen "Zensur": Impfgegner klagen Facebook

Facebook sieht sich mit einer Klage von Impfgegnern konfrontiert, die wegen der Anzeige von Faktenchecks bei wissenschaftlichen und medizinischen Falschinformationen angestrebt wird.

Die Children´s Health Defense, die unter anderem von Robert F. Kennedy geführt wird, ist bekannt als Impfgegner, auch wird drahtlose Kommunikation verurteilt.

Klage von Impfgegnern der Children´s Health Defense

Nun klagte die Organisation Facebook, da der Social-Media-Riese bei wissenschaftlichen oder medizinischen Falschinformationen in Beiträgen Faktenchecks anzeigt und somit berichtigt.

Das bedeute für die Children´s Health Defense Diffamierung und außerdem eine Verletzung ihrer Verfassungsrechte. Auch hinterfragt die Organisation bei deren Klage die „Grenzen“ der Regierungsautorität, gibt Kennedy an.

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Verbot für Werbeanzeigen mit Falschinformationen zu Impfungen

Seit 2019 sind Werbeanzeigen auf Facebook verboten, die medizinische Falschinformationen zu Impfungen enthalten. Die Entscheidung, derartige Werbeanzeigen zu verbieten, wurde damals durch den Masernausbruch in den USA noch verstärkt.

Hier wirft die Children´s Health Defense dem sozialen Netzwerk „Betrug“ vor.

Die „Ars Technica“ berichtet, dass mehr als die Hälfte sämtlicher Werbeanzeigen mit Anti-Impf-Inhalten von der Children´s Health Organisation gemeinsam mit dem World Mercury Project geschalten wurde. Den Impfgegnern wurde somit eine wichtige Kommunikationsquelle entzogen.

Unterstützung aus dem Weißen Haus

In der 115 Seiten umfassenden Klageschrift wird auch das Weiße Haus angeführt.

US-Präsident Donald Trump hatte im Mai eine Verfügung zur stärkeren Reglementierung sozialer Netzwerke unterzeichnet. Seiner Ansicht nach, fallen „unliebsame Ansichten“ einer Zensur zum Opfer, dadurch sehe er Meinungsfreiheit und Demokratie gefährdet. (Wir berichteten.)

Dies geschah übrigens, nachdem Twitter erstmals einen Beitrag des Präsidenten zur Briefwahl einem Faktencheck unterzogen hatte.

Quelle: Der Standard
Artikelbild: Shutterstock / Von DesignRage


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