Die Behauptung

Das im Oktober 2023 veröffentlichte Video dient als Beweis dafür, dass der Krieg in Israel lediglich eine Inszenierung ist.

Unser Fazit

Das Video aus Oktober 2023, das in Umlauf gebracht wurde, um den Krieg in Israel als Inszenierung darzustellen, entstammt tatsächlich den Dreharbeiten eines Filmprojekts aus dem Jahre 2022.

Das Video aus Israel, das die Runde macht

Aktuell kursierte ein Video, das zeigte, wie ein Filmteam einen blutüberströmten jungen Schauspieler auf dem Boden filmte. Viele behaupteten, dieses Video sei der Beweis dafür, dass der aktuelle Krieg in Israel inszeniert sei.

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Ein Blick hinter die Kulissen von „Empty Place“ und die Wahrheit über das viral gegangene Video. Das Internet ist ein unerschöpflicher Quell von Informationen. Doch was passiert, wenn Kontext verloren geht und ein Video als etwas anderes interpretiert wird, als es tatsächlich ist?

BehauptungenFaktencheck
Das Video beweist, dass der Krieg in Israel gefakt ist.Das Video zeigt die Dreharbeiten für den Kurzfilm „Empty Place“ aus dem Jahre 2022
Der blutüberströmte Junge ist echt.Es handelt sich um eine Szene aus dem Kurzfilm, die auf einer wahren Begebenheit basiert.
Das Video wurde kürzlich im Oktober 2023 aufgenommen.Das Video wurde während der Dreharbeiten zum Kurzfilm im April 2022 aufgenommen.

Der wahre Hintergrund des Videos

Doch wer tiefer gräbt, findet heraus, dass das palästinensische TV-Team in Wirklichkeit eine Szene für den Kurzfilm „Empty Place“ drehte. Basierend auf einer wahren Begebenheit, beleuchtet dieser Film die Geschichte von Ahmed Manasra, einem in Israel festgehaltenen palästinensischen Gefangenen. Im Mittelpunkt des Dramas steht Manasra, der 2015 im Alter von 13 Jahren verhaftet wurde, nachdem er von einem israelischen Polizeiauto angefahren wurde.

Ein genauerer Blick auf ein TikTok-Konto, das sich als „Mohamad938“ identifizieren ließ, offenbarte das ursprüngliche Video mit einer arabischen Beschreibung: „Hinter den Kulissen während der Filmaufnahmen des Angriffs der Kolonisten auf Ahmed Manasra.“ Ein weiteres Video zeigt dieselbe Szene aus einem anderen Blickwinkel, gefilmt von einem anderen Mitglied des Filmteams.

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„Empty Place“ und die wahre Geschichte

Der Film „Empty Place“, unter der Regie von Awni Eshtaiwe, handelt von den Ereignissen, die zur Inhaftierung des jungen Palästinensers führten. Ein kurzer Blick auf den Trailer enthüllt die besagte Szene des verletzten Jungen, die online geteilt wurde. Das FRANCE 24 Observers Team sprach mit dem Regisseur Awni Eshtaiwe, der bestätigte, dass diese Videos während der Dreharbeiten zum Kurzfilm im April aufgenommen wurden.

Die wahre Geschichte hinter dem Film handelt von Ahmed Manasra, der nach einer Messerattacke auf zwei Juden zu neun Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Er war gerade einmal 13 Jahre alt, als er nach dem Vorfall von einem Auto angefahren wurde, während er vor der Polizei floh. Sein Cousin, Hassan Manasra, wurde bei diesem Vorfall von der Polizei getötet.

Hier der Trailer vom 22.4.2022 mit besagter Szene in dem der Junge am Boden liegt (1:12 Min).

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Das Fazit: Die Macht von Kontext und Wahrheit

Diese Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, den Kontext zu verstehen, bevor man voreilige Schlüsse zieht. Ein harmloses Video von einem Filmset wurde fälschlicherweise als Propaganda interpretiert, was uns alle daran erinnert, wie vorsichtig wir mit den Informationen umgehen sollten, die wir online finden und teilen. Es ist unerlässlich, immer nach der Wahrheit zu suchen und sicherzustellen, dass wir die ganze Geschichte kennen, bevor wir Urteile fällen.

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Dieser Artikel entstand durch eine gemeinsame Recherche in unserem Mimikama-Forum

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)