Es klingt, wie aus einem schlechten Film: Eine scheinbar offizielle Nachricht vom Finanzamt, in der saftige Strafen angedroht werden. Doch statt des Sachbearbeiters sitzen raffinierte Betrüger am anderen Ende der Leitung.

Es ist das Spiel mit der Angst. Viele kennen das mulmige Gefühl, wenn der Brief vom Finanzamt im Briefkasten liegt. Nun stellen Sie sich vor, Sie erhalten eine E-Mail mit Betreffzeilen wie „Steuerbescheid Aktenzeichen 4785-OP.UT“. Beim Öffnen drohen 500.000 Euro Strafe und sogar Gefängnis. Doch halt – hier stimmt etwas nicht.

Der unsichtbare Feind: Betrugs-Mails im Gewand des Finanzamts
Der unsichtbare Feind: Betrugs-Mails im Gewand des Finanzamts

Die Masche ist raffiniert. Absender wie „Generaldirektion Finanzen“ klingen vertrauenserweckend. Hinzu kommen Drohungen, die viele in Panik versetzen können. Obwohl solche E-Mails oft fehlerhaft oder holprig formuliert sind, übersehen gestresste oder ängstliche Empfänger diese Details oft.

Was steckt hinter der vermeintlichen Finanzamt-Mail?

Bei genauerem Hinsehen fällt auf: Die Absenderadressen stimmen nicht. Statt offizieller deutscher Domains finden sich Endungen aus Italien, Bulgarien oder Spanien. Doch warum dieser Aufwand? Ganz einfach: Es geht um Geld und Daten. Entweder sollen die Empfänger direkt überweisen oder ihre persönlichen Daten preisgeben, indem sie zum Beispiel Passfotos mitschicken.

Es gibt Ähnlichkeiten mit anderen Betrugsmaschen, denn die Masche ist nicht neu. Bereits in der Vergangenheit gab es ähnliche Betrugsversuche, bei denen sich die Täter als BKA, Europol oder Interpol ausgaben. Manchmal werden auch Links verschickt, die zu Phishing im Online-Banking führen oder Schadsoftware enthalten.

Wie schütze ich mich?

  1. Skepsis bewahren: Bei unerwarteten Mails mit drastischen Forderungen oder Drohungen immer skeptisch sein.
  2. Absender prüfen: Stimmt die Mail-Adresse mit der offiziellen Adresse der Behörde überein?
  3. Keine Links anklicken: Nichts herunterladen oder auf Links klicken, bevor die E-Mail nicht als sicher identifiziert wurde.
  4. Persönlichen Kontakt suchen: Im Zweifel direkt bei der zuständigen Behörde nachfragen – aber nicht über Kontaktdaten aus der verdächtigen Mail!
  5. Virenscanner nutzen: Regelmäßig den Computer und das E-Mail-Postfach mit einem aktuellen Virenscanner überprüfen.
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Was tun bei Verdacht? Wenn Sie vermuten, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, informieren Sie sofort Ihre Bank. Außerdem ist es ratsam, Anzeige bei der örtlichen Polizei zu erstatten.

Fazit

Die Digitalisierung bietet Betrügern immer neue Möglichkeiten, Menschen in die Falle zu locken. Doch mit einer gesunden Portion Misstrauen, Wissen und dem richtigen Umgang mit verdächtigen E-Mails lässt sich das Risiko minimieren. Bleiben Sie wachsam und fallen Sie nicht auf die Masche „Steuerbescheid im digitalen Gewand“ herein!

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