Göring-Eckardt: „… und dabei hab‘ ich die Ossis jetzt noch nicht mitgerechnet.“

Entdecke die Hintergründe zu Katrin Göring-Eckardts umstrittener Aussage über Migration und ihre Reaktionen auf sozialen Medien. Mimikama klärt auf

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Göring-Eckardt: „30 Prozent der Kinder und Jugendlichen heute haben bereits einen Migrationshintergrund, und dabei hab‘ ich die Ossis jetzt noch nicht mitgerechnet.“

Diese Aussage hat Katrin Göring-Eckardt von den Grünen tatsächlich in dieser Form getätigt. Und zwar im Bundestag am 9. September 2015. Es folgte eine Welle von Hasskommentaren und -reaktionen gegen Göring-Eckardt.

Vor der Bundestagswahl findet sich dieses Zitat aktuell wieder in sozialen Medien.

Screenshot Facebook Zitat Göring-Eckardt
Screenshot Facebook Zitat Göring-Eckardt

Seit Jahren also taucht immer wieder dieses Zitat auf, welches der Grünen-Politikerin Göring-Eckardt nachgesagt wird. Im Gegensatz zu vielen anderen Zitaten, die ihr nachgesagt werden, stimmt diese Zuordnung.

Reaktionen

Die Reaktionen auf diese Aussage fielen heftig aus. Göring-Eckardt wurde in sozialen Medien nahezu zerrissen und mit Hasskommentaren überhäuft. Rassismus und Diskriminierung wurden ihr vorgeworfen. Noch dazu, wo sie selbst aus Ostdeutschland stammt.

Postings, die sie daraufhin erhalten hat, hatte die Grünen-Politikerin in einem Video vorgelesen.

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Göring-Eckardt und das Framing

Framing: Ein Schlagwort schafft einen gewissen Bedeutungsrahmen durch Lenkung auf die Richtung eines Themas. Hier ist das Schlagwort „Migration“ dafür verantwortlich, dass Menschen unterschiedlich darüber sprechen. Bei eben diesem Begriff besteht kaum eine Möglichkeit, diesem Begriff ohne negativen Bedeutungsrahmen, ohne negativem Framing zu begegnen.

Genau das führte hier zu den massiven Hasspostings, da zahlreiche Menschen nicht als Menschen mit Migrationshintergrund bezeichnet werden wollten.

Bei der Aussage Göring-Eckardts und den Reaktionen auf Social Media prallten also zwei unterschiedliche Auffassungen des Begriffs Migration aufeinander.

Fazit

Ja, Katrin Göring-Eckardt hat diese Aussage tatsächlich in dieser Form getätigt. Und zwar bereits im September 2015.

Das Zitat hält sich also bereits seit genau sechs Jahren im Internet und wird nun aufgrund der bevorstehenden Bundestagswahl erneut verbreitet.

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Quelle: Frankfurter Rundschau


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