Vergangenes Jahr konnten wir einen enormen Anstieg an Beschwerden zu Fake-SMS, die die bevorstehende Lieferung eines Paketes vortäuschen, verzeichnen. Nun dürfte es erneut eine SMS-Welle dieser betrügerischen Nachrichten geben. Aktuell werden solche oder ähnliche Nachrichten via SMS versendet:

MIMIKAMA
Fake-SMS mit: „Ihr Paket hat eine unbezahlte Versandgebühr von 2.59 EUR. Hier klicken:……“

Angeblich habe man ein Paket bestellt, für das man noch die Versandgebühr in der Höhe von 2,59 EUR bezahlen müsse. Die Absenderrufnummer stammte aus Österreich und beginnt mit +43 664…

Folgt man dem Link, dann landet man auf einer Webseite, die jener der österreichischen Post ähnelt! Achtung: Die Nachricht stammt nicht von der Post und betrifft keine der Lieferungen, die Sie vielleicht tatsächlich erwarten.

Auch wenn der erste Teil der URL mit „post.at.paket.“ so lassen sie sich nicht täuschen, denn die eigentliche URL lautet: „akcavusogludamper„, wie man auch anhand des Screenshots erkennen kann!

MIMIKAMA
Screenshot der falschen POST.at Webseite

Klickt man auf „Klick hier„, wird man auf ein Formular umgeleitet, in welches man neben seinen persönlichen Daten auch noch seine Kreditkarteninformationen eingeben muss!

MIMIKAMA
Screenshot der falschen POST.at Webseite

Was passiert mit eingegebenen Daten?

Wenn Sie Ihre Daten auf der gefälschten Website eingeben, landen diese direkt in den Händen Krimineller. Da auch eine Telefonnummer sowie ein Code, der Ihnen daraufhin per SMS zugeschickt wird, abgefragt wird, kommt es unter Umständen direkt zu Abbuchungen. Womöglich landen Sie auch in einer Abo-Falle und es kommt zu laufenden Abbuchungen von Ihrer Karte. Darüber hinaus könnten die Daten beispielsweise für Einkäufe in Ihrem Namen und auf Ihre Kosten verwendet werden.

Sie haben Ihre Daten bekanntgegeben?

Wenn Sie Ihre Daten auf den gefälschten Websites eingegeben haben, sollten Sie sich umgehend mit Ihrem Kreditkartenanbieter in Verbindung setzen. Lassen Sie Ihre Kreditkarte jedenfalls sperren, um Missbrauch zu vermeiden. Kommt es zu Abbuchungen, die über die freigegebenen 2,99 Euro hinausgehen, fordern Sie diese von Ihrem Zahlungsdienstleister zurück. Beträge, die ohne Ihre Zustimmung abgebucht wurden (z.B. Beträge, auf die beim Kauf nicht hingewiesen wurde), sind gemäß § 67 Zahlungsdienstegesetz 2018 von Ihrem Zahlungsdienstleister (Kreditkartenunternehmen) zurückzuerstatten. Auch RTR hat bereits 2021 davor gewarnt.

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Bei finanziellen Schäden empfehlen wir eine Anzeige bei der Polizei!

Mimikama bedankt sich bei Anna W. für die Einsendung der Meldungen zu der gefälschten Paket-SMS mit unbezahlter Versandgebühr in der Höhe von 2,59 EUR

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)