Samoa zieht MMR-Impfstoff zurück? (Faktencheck)

Faktencheck über die MMR-Impfung und die angeblichen Todesfälle von Babys. Mimikama klärt über Missverständnisse und Falschinformationen auf

📖Welche Mythen kursieren rund um Gesundheitsthemen? Antworten finden Sie im Leitfaden Gesundheits-Desinformation.

Ein Artikel aus dem Jahr 2019 verunsichert aktuell Nutzer. So sollen zwei Babys direkt nach einer MMR-Impfung gestorben sein.

Aufgrund einer kommenden Impfung gegen COVID-19 werden augenscheinlich auch ältere Artikel ausgegraben, in denen behauptet wird, dass Impfungen an sich schädlich seien. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Artikel von 2019, der sich nun wieder verbreitet; demnach sollen zwei Babys direkt nach einer MMR-Impfung gestorben sein.

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Dabei geht es um folgenden Artikel:

Screenshot des angefragten Artikels
Screenshot des angefragten Artikels

Der Faktencheck

Im Juli 2018 starben zwei Kinder in Samoa, nachdem sie eine MMR-Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln erhalten hatten. Die Todesursache lag aber nicht an der Impfung selbst, sondern an der Mischung, die die Krankenschwestern verabreichten.

Diese Mischung enthielt abgelaufenes Muskelrelaxans anstatt von Wasser. Die zwei Krankenschwestern bekannten sich schuldig und wurden zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.

Dass zwei Kinder vermeintlich an der Impfung gestorben waren, verunsicherte Eltern und schürte Misstrauen gegenüber dem Gesundheitssystem.

Im Dezember 2019 startete der kleine Pazifikstaat Samoa jedoch eine groß angelegte Impfaktion, nachdem ein Masern-Ausbruch mindestens 62 Todesopfer forderte. Damals sollte laut Unicef-Vertreter Sheldon Yett „das gesamte Land“ mit seinen rund 200.000 Einwohnern geimpft werden.

Fazit

Dass die beiden Kinder kurz nach der Impfung verstarben lag an der falschen Mischung, die zwei Krankenschwestern verabreicht hatten. Beide bekannten sich schuldig und wurden verurteilt.

Das könnte dich auch interessieren: Faktencheck: „Impfen ist Hauptursache für Krebs“

Weitere Quellen: Zeit Online, BBC
Artikelbild: New Africa / Shutterstock


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)