→Wie erkennt man schädliche Programme auf dem eigenen Gerät? Antworten finden Sie im Leitfaden Malware erkennen.
Derzeit kursieren gefälschte Mails von Apple, die die Nutzer mittels einen Links zu einer mit Trojanern verseuchten Seite locken.
So sieht diese Mail aus:
Screenshot: mimikama.org
„Dies ist Ihre offizielle Benachrichtigung dass folgende Dienste deaktiviert und gelöscht werden,
falls ihr Profil nicht verifiziert wird.
Laut unseren Geschäftbedingungen, sowie um sicher zu gehen das Ihre Karte nicht von unberechtigten
Dritten verwendet wurde, haben wir Ihren Zugriff zu ihrem Kundenkonto eingeschränkt.
Vorangegangene Benachrichtigungen wurden an die mit ihrem Account verknüpfte Rechnungsadresse
gesendet Als Primärkontakt müssen Sie folgende Dienste erneuern: SERVICE: Apple.
Um Ihr Kundenkonto wieder zu aktivieren, klicken Sie bitte hier und folgen Sie den Anweisungen.“
Den Link in einer Mail überprüfen
Diese Mails sehen, oberflächlich gesehen, echt aus, jedoch führt der Link in einer Mail zu einer dubiosen Seite. Jene Mails haben alle gemeinsam, dass die Seiten, wohin der Link führt, alle keinen Domainnamen haben, sondern stattdessen nur die IP-Adresse der Seite beinhalten.
Ganz einfach kann man das selbst überprüfen, indem man mit dem Mauszeiger über einen Link fährt, ohne darauf zu klicken. Dann sieht man unten in der Statusleiste, wohin der Link führt:
Screenshot: mimikama.org
Klicken wir nun auf diesen Link, wird man auf eine andere Seite umgeleitet, vor der uns Kaspersky deutlich warnt:
Screenshot: mimikama.org
Ohne Online-Schutz wird man aufgefordert, ein Dokument herunterzuladen:
Screenshot: mimikama.org
In dem Dokument wird man dazu aufgefordert, die Bearbeitung zu aktivieren und Skripte zuzulassen:
Screenshot: mimikama.org
Nutzer von Microsoft Office installieren sich dadurch einen Trojaner, der weitere Skripte unsichtbar aus dem Internet herunterlädt und installiert!
Nutzer von Open Office oder Libre Office sind dadurch weniger gefährdet, das Skripte in den Anwendungen anders funktionieren. Es ist allerdings nicht auszuschliessen, dass manche Skripte auch auf die kostenlosen Office-Anwendungen zugeschnitten werden!
Fazit
Die falschen Apple-Mails häufen sich derzeit, allen gemeinsam ist der Link zu Seiten, welche keinen Domainnamen, sondern nur eine IP-Adresse besitzen. Die Mails sehen immer gleich aus, die IP-Adressen der durch den Link angesteuerten Seiten sind unterschiedlich.
Deswegen gilt auch hier:
Links in verdächtigen Mails niemals anklicken, stattdessen im Zweifelsfalle lieber direkt sich auf der Seite einloggen, um das Konto zu überprüfen!
Tom Wannenmacher ist Gründer und Chefredakteur von Mimikama, Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Seit 2011 kämpft er gegen Desinformation und Internetbetrug.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum. Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG). Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein. (Mehr zur Arbeitsweise)
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