Wollny vs. Hildmann, neue Runde: Der geimpfte „Wolf“

Erlebe die satirischen Höhen und Tiefen im Streit zwischen Wollny und Hildmann. Mimikama beleuchtet skurrile Online-Ereignisse mit Humor und Scharfsinn

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Wenn ein satirischer Supermarktleiter es schafft, dass sich bei einem „Wolf“ das dünne Fell sträubt, dann ist das schon einen Schmunzler wert.

Ein Autor von veganen Kochbüchern hat sich bekanntermaßen in die Türkei verzogen, von wo aus er auf der Online-Plattform „Telegram“ Gift und Galle gegen Corona-Maßnahmen, die deutsche Regierung und seit letzter Zeit auch gegen Juden spuckt.
Doch der selbsternannte „Wolf“ mag es so gar nicht, wenn ihn nicht nur nicht ernst nimmt, sondern sogar einen Photoshop-Fake erstellt – so wie es Supermarktleiter Wollny es nun tat.

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So kursiert ein Foto in sozialen Netzwerken, zu dem wir Anfragen bekamen: Attila Hildmann, auch liebevoll Avocadolf, Hirse-Hitler, Rohkost-Rommel, Gemüse-Goebbels, Hafer-Heydrich, Brokkoli-Bormann, Spargel-Speer, Reiskanzler oder SSiggurke genannt, wurde augenscheinlich geimpft!

Aufschlag: Wollny

Erstmals erschien das Foto am Vormittag des 10. April auf Twitter und Facebook, bevor es die Runde machte. Da auf dem Bild kein Vermerk des Urhebers – Edeka Wollny – ist, wissen anscheinend auch viele Nutzer nicht, woher das Bild stammt.

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Bei dem Tweet könnte man noch ins Schwanken kommen ob Satire oder nicht, wenn man den Account nicht kennt, doch im Facebook-Beitrag wird der satirische Charakter offensichtlich:

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„In einem Impfzentrum in Ankara habe man den „Erdogan der Große“-Chip eingesetzt, der mit wichtigen Sonderfunktionen aufwarte, berichtet der vegane Ledersitzbenutzer. So könne das „Erdogan für immer“-Upgrade sechzehn Zwiebelsorten am Geruch unterscheiden und automatisch die optimale Knoblauchdosierung beim Kochen festlegen.“

Das Originalbild zeigt natürlich nicht Hildmann, sondern den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bei seiner Impfung, das Bild findet sich beispielsweise HIER und HIER.

Der „Wolf“ tobt

Nun ist es eine Sache, wenn der in die Türkei geflohene „Wolf“ selbst Fakes und Falschinformation in Serie auf seinem Telegram-Kanal raushaut und auf übelste Art und Weise antisemitische Äußerungen von sich gibt.

Aber nun ein Fake auf seine Kosten? Darf Satire das? Er und seine Fans toben darüber natürlich und fordern dazu auf, den Edeka-Markt zu boykottieren.

"Kauft nicht mehr bei Juden"
„Kauft nicht mehr bei Juden“

Nicht der erste Seitenhieb

Bereits zu Silvester 2020 spöttelte Wollny auf Facebook über den auch von Hildmann verbreiteten Verschwörungsmythos über Überwachungschips in den Impfungen:

„Wir mussten leider feststellen, dass es offenbar bei einigen Impfchips der ersten Generation zu Beeinträchtigungen beim Einkaufen kommen kann, da diese gelegentlich mit unseren Warensicherungsanlagen interagieren und dabei Fehlalarme auslösen können. Auf Rückfrage beim RKI und der Gates Foundation wurde uns mitgeteilt, dass es sich bei den betroffenen Modulen um die Hardwareversion 1.0 des Impfchips handelt, die standardmäßig mit der Chipsoftware 1.3 bespielt ist.„

Der Köder funktionierte, der „Wolf“ biss an:

Attila hat angebissen
Attila hat angebissen

„Aber das ist ein böser Fake, Mimikama!“

Ja, streng genommen ist das Bild mit dem gechippten geimpften „Wolf“ ein Fake, über den wir ja hier auch aufklären.

Aber sind wir ehrlich: Ist es nicht herrlich zu sehen, wie jemand, der tagtäglich ständig Falschbehauptungen und hässlichste antisemitische Hetze verbreitet, auch mal quasi „Opfer“ eines Fakes wird, der ganz offensichtlich nicht einmal ernst gemeint ist?

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Anspielung verschiedener Verschwörungs-Gerüchte, die im Zusammenhang mit der Impfung kursieren.


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