Warum sollte das auch ein Fake sein?

Augenscheinlich für einige Menschen immer noch unvereinbar: Frauen und Raumfahrt. Frauen und Mathematik. Frauen und Software. So unvereinbar, dass sich so manche Menschen fragen, ob die folgenden Fotos stimmen.

Zwei Fotos, die Frauen mit einer unglaublichen Menge an Daten auf „Datenträgern“ ihrer Zeit zeigen. Diese Fotos sind kein Fake, die Frauen sind berühmt und dahinter stecken zwei Geschichten:

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Seit einigen Tagen ist sie weltweit bekannt: Dr. Katie Bouman.

Beginnen wir mit dem Bild link: Seit wenigen Tagen existiert ein Bild der Aufnahme eines schwarzen Lochs im Weltall. Es ist die erste Aufnahme eines solchen Objekts im All. Und hier kommt Bouman ins Spiel, denn sie hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass diese Aufnahme überhaupt möglich war.

Man darf sich jetzt nicht vorstellen, dass da einfach ein Foto gemacht wurde von irgendwas, was da „gesehen“ wurde, sondern es wurde eine riesige Menge an Daten ausgewertet. Diese Daten stammen von Radioteleskopen. Und um die Mengen an Daten zu einem Bild verarbeiten zu können, entwickelte Bouman (bereits 2016) einen Algorithmus, der den Namen „Chirp“ trägt (vergleiche).

Auf dem Bild ist Bouman mit den Datenträgern zu sehen, auf denen die Daten der Radioteleskope gespeichert sind. Diese Daten galt es auszuwerten und zu einem Bild zu verarbeiten. Und genau dieses Bild liegt nun vor.

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10213321822457967&set=a.1407432103727&type=3&theater

Eine andere Frau, ein anderer Algorithmus: Margaret Hamilton

Diese Gegenüberstellung auf den Fotos ist kein Zufall, sondern ein gewollter Vergleich. Hamilton und ihr Team entwickelten die Flugsoftware für das Apollo-Raumfahrtprogramm und die Mondlandung 1969. Man darf nicht vergessen: 1969 gab es Berufe wie Softwareentwickler nach unserem modernen Verständnis noch nicht (vergleiche).

Das Foto mit dem Papierstapel erlangte große Berühmtheit. Darauf sieht man Hamilton neben Ausdrucken der Flugsoftware. Hier liegt die Vergleichsbasis: Eine unglaublich große Menge an Daten. Einmal auf Papier (1969), daneben auf Festplatten (2019). Und zwei Frauen, die eine zentrale Rolle bei diesen Daten spielen.

Gegenwind

Tatsächlich gibt es Menschen, die sich daran stören. Der Standard veröffentlichte bereits einen Artikel zu dem Thema. Im Zentrum steht da die ablehnende Haltung gegenüber Bouman und ihrer Arbeit, gerade weil sie eine Frau ist (vergleiche):

Eine Frau, die eine wichtige Rolle bei einem bahnbrechenden wissenschaftlichen Fortschritt gespielt hat: Dieser Umstand scheint bereits auszureichen, um so manchen Internetnutzer zur Weißglut zu treiben.

Der Standard beschreibt in dem Artikel ebenso, dass Bouman im Netz sexistischen Angriffen ausgesetzt ist und ihre Arbeit unter anderem mit falschen Argumenten diskreditiert wird.

Übrigens…

Vielleicht darf man in diesem Umfang auch noch Ada Lovelace nennen, die als Pionierin der modernen Informatik gilt und nach der die Programmiersprache ADA genannt wurde (vergleiche).


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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)