Spahn: Aussage über Rente stammt nicht von ihm!

Eine angebliche Aussage von Jens Spahn zum Thema Rente kursiert als Sharepic auf Facebook. Das Zitat wurde allerdings nicht von ihm getätigt.

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Aktuell erhalten wir zahlreiche Anfragen zu einem Sharepic über eine angebliche Aussage von Jens Spahn, das auf Facebook häufig geteilt wird.

Das Bild und die darin enthaltene Aussage, die Jens Spahn zugeordnet wird, sorgt für Aufregung und Empörung in den sozialen Medien. Doch viele fragen sich auch, ob er das denn tatsächlich so gesagt hätte, und sendeten uns das betreffende Sharepic zu.

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„Mit 70 für 10 Jahre Rente“

Laut dem geteilten Bild hätte Jens Spahn gesagt:

„Mit 70 hätten die Leute noch gute Chancen 10 Jahre Rente zu erhalten das ist doch genug“

Die Reaktionen darauf drücken Empörung und Wut aus. Meldungen wie „Wir sollen doch alle arbeiten bis ins Grab!“ und „Sehr großzügig, dass wir 80 werden dürfen.“ sind unter den Kommentaren zu finden.

Thema Renteneintrittsalter

Jens Spahn hatte sich mehrfach zum Renteneintrittsalter geäußert. So hat er tatsächlich eine Anpassung des Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung angesprochen.

2018 beispielsweise äußerte sich Spahn dazu, indem er bei der Vorstellung der Kandidaten für den CDU-Bundesvorsitz sagte:

„Mit der steigenden Lebenserwartung muss auch das Renteneintrittsalter ab 2030 weiter steigen.“

In einem „Bild-Talk“ 2019 sagte Spahn,

„dass wenn wir länger leben werden, wir auch länger arbeiten werden müssen.“

In der aktuellen Regelung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) kann man lesen, dass das Renteneintrittsalter bis 2031 schrittweise auf 67 Jahre steigen wird.

Hat Spahn dies also tatsächlich gesagt?

Nein. Das Bundesgesundheitsministerium gibt hierzu an, dass es sich um keine Aussage von Spahn handelt.

Es ist korrekt, dass er sich dafür ausgesprochen hat, des Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Allerdings gibt es keinerlei Belege für eine Aussage zum Thema Rente mit 70 des Gesundheitsministers.

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Quelle: dpa


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