Angeblicher Audioclip von Michelle Obama ist eine Fälschung

Wahrheit oder Manipulation: Wie glaubwürdig sind Audioclips von Personen des öffentlichen Lebens?


Autor: Hildegard O.
Datum: 18. April 2024

Die Behauptung

Rechtsextremen Verschwörungsmythen zufolge soll Michelle Obama ein Mann sein. Nun wird auch noch behauptet, sie wolle zurück ins Weiße Haus.

Unser Fazit

Die Überprüfung hat ergeben, dass der fragliche Audioclip manipuliert wurde und keine authentischen Aussagen von Michelle Obama enthält.

Die verbreitete Behauptung zu Michelle Obama

Es wird behauptet, Michelle Obama habe in einem Audioclip ihre Absicht bekundet, 2024 für das Amt des US-Präsidenten zu kandidieren. Diese Behauptung wird häufig von rechtsextremen Gruppen verbreitet, die regelmäßig sexistische und transfeindliche Angriffe gegen sie starten. Diese Art von Fehlinformation wird vor allem im Zusammenhang mit Wahlen oder in politisch aufgeladenen Zeiten verbreitet.

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Screenshot der Behauptung auf X (hier archiviert)

Der Faktencheck

Der Audioclip und das dazugehörige Foto stammen aus einem Interview von 2020 zwischen Oprah Winfrey und Michelle Obama, das auf YouTube veröffentlicht wurde. Eine genaue Analyse des Interviews zeigt, dass die im Audioclip enthaltenen Sätze dort nicht vorkommen. Auch eine Internetrecherche zu den konkreten Aussagen im Audioclip ergibt keinen Hinweis darauf, dass diese jemals von Michelle Obama getätigt wurden. Darüber hinaus hat Michelle Obama klar kommuniziert, dass sie keine Ambitionen hat, für das Präsidentenamt zu kandidieren, was durch Aussagen in seriösen Medien und direkt von ihrem Büro bestätigt wird.

Neue Perspektiven und Implikationen

Diese Analyse zeigt, wie Desinformation gezielt eingesetzt wird, um politische Narrative zu manipulieren und öffentliche Personen zu diskreditieren. Sie zeigt auch die Notwendigkeit, Medieninhalte kritisch zu hinterfragen, insbesondere wenn sie politisch aufgeladene Aussagen enthalten. Der Einsatz von gefälschten Audioaufnahmen als Instrument der Desinformation kann erhebliche Auswirkungen auf die öffentliche Meinung und Wahlentscheidungen haben.

Fragen und Antworten:

Frage 1: Wie wurde festgestellt, dass der Audioclip gefälscht war?
Antwort 1: Der Inhalt des Audioclips ist in keiner verifizierten Rede oder Interview von Michelle Obama zu finden und eine Internetrecherche zu den spezifischen Zitaten bestätigt deren Nichtexistenz in verlässlichen Quellen.

Frage 2: Warum sind solche Falschmeldungen problematisch?
Antwort 2: Sie können das Vertrauen der Öffentlichkeit untergraben, zur politischen Polarisierung beitragen und die Wahrnehmung und das Verhalten der Wähler in irreführender Weise beeinflussen.

Frage 3: Hat Michelle Obama Interesse an einer Präsidentschaftskandidatur bekundet?
Antwort 3: Nein, Michelle Obama und ihre Sprecher haben wiederholt klargestellt, dass sie keine Ambitionen hat, für das Amt der US-Präsidentin zu kandidieren.

Frage 4: Wie sollen solche Audioclips überprüft werden?
Antwort 4: Indem man die Originalquellen überprüft, die Aussagen mit verifizierten Reden oder Interviews vergleicht und die Verbreitungsquellen kritisch bewertet.

Frage 5: Welche Rolle spielen soziale Medien bei der Verbreitung solcher Falschinformationen?
Antwort 5: Soziale Medien können als Multiplikatoren für Desinformation dienen, indem sie die schnelle und weite Verbreitung ungeprüfter Informationen ermöglichen.

Fazit

Dieser Fall zeigt, wie wichtig eine kritische Medienkompetenz ist. Es ist wichtig, Informationen zu hinterfragen und auf verlässliche Quellen zurückzugreifen, um sich vor Desinformation zu schützen. Nutzen Sie vertrauenswürdige Nachrichtendienste und offizielle Kanäle, um sich zu informieren.

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Quelle: dpa-factchecking

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