Insbesondere ältere Menschen geraten immer häufiger ins Visier von Kriminellen, die es auf ihr Erspartes abgesehen haben. Die Polizei Niedersachsen warnt vor zwei besonders perfiden Betrugsmaschen: dem falschen Polizeibeamten und dem Enkeltrick. Sie verursachten im vergangenen Jahr Schäden in Millionenhöhe und hinterließen bei den Opfern nicht nur finanzielle, sondern auch seelische Wunden.

Enkeltrick: Altbekannt und trotzdem erfolgreich

Der Enkeltrick ist eine Betrugsmasche, die auf emotionaler Manipulation beruht. Die Betrüger geben sich als nahe Verwandte in Not aus und bitten um finanzielle Hilfe. Diese Masche spielt geschickt mit den familiären Bindungen und der Hilfsbereitschaft der Opfer. Der Schockmoment, in dem der Anrufer eine akute Notlage vortäuscht, setzt die Betroffenen unter Druck und verleitet sie dazu, ohne genaue Prüfung Geldbeträge zu übergeben. Die Polizei Niedersachsen betont, wie wichtig es ist, misstrauisch zu sein, wenn sich Anrufer nicht eindeutig ausweisen können und rät, im Zweifelsfall selbst aktiv nachzufragen und die Situation zu überprüfen.

Falsche Polizisten: Eine Frage der Glaubwürdigkeit

Falsche Polizisten gehen noch perfider vor. Sie nutzen das Vertrauen der Gesellschaft in die Sicherheitsbehörden schamlos aus. Durch Techniken wie Call ID Spoofing gelingt es ihnen, ihre Telefonnummer so zu manipulieren, dass sie für die Angerufenen als Polizeinummer erscheint. Die Täter erzählen Geschichten von Einbrecherbanden oder korrupten Bankmitarbeitern und schaffen so eine Bedrohungslage, die viele ältere Menschen dazu veranlasst, ihre Wertsachen den vermeintlichen Beamten zur „sicheren Verwahrung“ zu übergeben. Die Polizei stellt klar: Echte Polizisten würden niemals so handeln. Sie appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, bei solchen Anrufen skeptisch zu sein und im Zweifelsfall die Polizei zu informieren.

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Prävention und Information als Schlüssel

Die wirksamste Waffe im Kampf gegen diese Betrugsmaschen ist die Aufklärung. Die Polizei Niedersachsen engagiert sich stark in der Präventionsarbeit und gibt wertvolle Tipps, wie man sich schützen kann. Dazu gehört, niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte zu übergeben, Anrufer zu hinterfragen und keine persönlichen Daten preiszugeben. Außerdem ist es wichtig, bei Verdacht das Gespräch sofort zu beenden und die Polizei zu verständigen.

Fragen und Antworten zu Betrugsmaschen

Frage 1: Wie erkennen Seniorinnen und Senioren falsche Polizeibeamte am Telefon?
Antwort 1: Seniorinnen und Senioren sollten skeptisch sein, wenn sich der Anrufer als Polizeibeamter ausgibt, insbesondere wenn er die Rufnummer 110 oder eine Kombination aus Vorwahl und 110 anruft. Echte Polizeibeamte rufen nicht unter dieser Nummer an.

Frage 2: Was sollten Betroffene tun, wenn sie einen verdächtigen Anruf erhalten?
Antwort 2: Sie sollten das Gespräch sofort beenden, keine persönlichen Daten preisgeben und die Polizei über die Notrufnummer 110 informieren.

Frage 3: Wie können sich ältere Menschen vor dem Enkeltrick schützen?
Antwort 3: Sie sollten misstrauisch werden, wenn sich Anrufer nicht eindeutig ausweisen und immer eine Vertrauensperson hinzuziehen, bevor sie Geld oder Wertsachen aushändigen.

Frage 4: Warum sind ältere Menschen besonders gefährdet?
Antwort 4: Ältere Menschen sind aufgrund ihrer Hilfsbereitschaft und ihres Vertrauens in Autoritäten wie die Polizei oft anfälliger für emotionale Manipulation.

Frage 5: Wie hoch war der Schaden, der im letzten Jahr durch solche Betrügereien entstanden ist?
Antwort 5: Die Schadenssumme lag bei mehreren Millionen Euro, verursacht durch eine Reihe von vollendeten Taten.

Fazit

Der Schutz älterer Menschen vor Trickbetrug ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Sensibilisierung und Aufklärung erfordert. Die Polizei Niedersachsen leistet mit ihrer Präventionsarbeit einen wichtigen Beitrag, aber auch jeder Einzelne ist gefordert, wachsam zu sein und sein Umfeld zu informieren. Wer die Tricks der Betrüger kennt und sich richtig verhält, kann sich und seine Angehörigen besser schützen. Es ist wichtig, skeptisch zu bleiben, Fragen zu stellen und im Zweifelsfall lieber einmal zu viel als zu wenig die Polizei zu kontaktieren.

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Quelle: polizei-praevention.de

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