Betrüger tummeln sich nicht nur auf Datingportalen, sondern offerieren auch Traum-Immobilien. Das musste ein 55-jähriger Iserlohner erfahren.

Mitte Februar entdeckte er auf einem Internet-Portal eine interessante Eigentumswohnung und schrieb eine E-Mail an die Inserentin. Die behauptete, sie wohne in England. Nach diversen SMS und Mails verlangte sie zunächst eine Ausweiskopie und später 10 Prozent des Kaufpreises – nur für die Wohnungs-Besichtigung.

Die Ausweiskopie lieferte der Iserlohner. Vor der Überweisung der 10 Prozent schreckte er glücklicherweise zurück. Er erstattete am Montag Anzeige bei der Polizei wegen des Verdachts eines Betrugs. Er hat zwar kein Geld verloren, aber seine Personaldaten aus der Hand gegeben. Deshalb macht eine Anzeige in diesem Fall unbedingt Sinn.

Bereits seit Jahren fahren Betrüger diese Masche. Weil sie angeblich im Ausland (meist England oder Amerika) leben, müsse der Schlüssel für die Besichtigung über Vermittler laufen werden. Deshalb brauche man eine „Sicherheit“. Vor allem in Großstädten ist die Wohnungsnot groß, weshalb sich immer wieder Opfer auf diese Forderung einlassen. Sicher ist nur: Wer zahlt, sieht sein Geld nie wieder – und auch keinen Schlüssel! Wahrscheinlich gibt es auch die Wohnung gar nicht und die Fotos sind geklaut.

Wie bei so vielen Angeboten im Internet gilt:

  • Rekordverdächtige Schnäppchen-Angebote mit Fotos wie aus einem Katalog sollten misstrauisch machen!
  • Forderungen nach Vorkasse ebenso!
  • Beides zusammen erst recht.
  • Erstatten Sie Anzeige und melden den Betrugsverdacht umgehend dem Immobilienportal!

Leider platzen dank ähnlicher Delikte auch immer wieder Urlaubsträume, weil Betrüger ein Ferienhaus anbieten und per Vorkasse abkassieren.

Quelle: Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis
Artikelbild: Shutterstock / Von Serhii Krot
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