Faktencheck: Der Roboter-Revolverheld

Ein Roboter mit einer Schußwaffe… nicht unbedingt die klügste Idee, das weiß jeder, der schon mal Filme wie „Terminator“ oder „Robocop“ gesehen hat.

Ein Roboter mit einer Schußwaffe… nicht unbedingt die klügste Idee, das weiß jeder, der schon mal Filme wie „Terminator“ oder „Robocop“ gesehen hat.

Und doch sieht man in einem Video, zu dem wir Anfragen bekamen, da es unter anderem von dem Politiker Jens Eckleben in einer sehr kurzen Version von 52 Sekunden auf Facebook hochgeladen wurde, einen sehr geschickten und präzisen zweibeinigen Roboter, der mit außerordentlicher Beweglichkeit agiert.
Statt der kurzen Facebook-Version könnt ihr hier das komplette Video sehen:

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Augenscheinlich lässt sich dieser Roboter nicht nur durch nichts ablenken, weder durch Tritte, Schläge oder Bienen, sondern zeigt sogar am Ende des Videos eine Art moralisches Verhalten, als er sich weigert, einen Roboterhund zu töten und stattdessen mit ihm flieht.

Wer ist Bosstown Dynamics?

Facebook macht es einem zu einfach: Jeder kann Videos hochladen, kaum jemand überprüft die Quelle, niemand bemüht sich, mal zu schauen, was denn die Firma „Bosstown Dynamics“, deren Name in dem Video eingeblendet ist, überhaupt so macht.

Tatsächlich gibt es ein Engineering- und Robotik-Designunternehmen namens „Boston Dynamics„, welche mobile Roboter entwerfen, die für die verschiedensten Aufgaben eingesetzt werden können. Die Firma „Bosstown Dynamics“ hingegen ist ein reines Fantasieunternehmen der kreativen Köpfe des Youtube-Kanals „Corridor„.

In den Youtube-Videos von „Boston Dynamics“ sieht man oft, wie die Roboter getreten, geschubst und geschlagen werden, um zu demonstrieren, wie gut der entwickelte Gleichgewichtssinn ist. „Corridor“ dachte dies nun ein wenig weiter: Was ist, wenn „Boston Dynamics“ auch militärische Roboter entwickelt (was nicht auszuschließen ist)?

Also erfanden sie die Firma „Bosstown Dynamics“ und drehten mit viel CGI-Effekten und skurrilem Humor quasi eine Parodie auf die Videos der echten Roboter-Entwickler. Wie viel Arbeit dahintersteckt, sieht man in diesem Making of-Video:

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Dort sieht man auch bereits im Vorschaubild, dass keine echten Roboter bei dem Video zum Einsatz kamen, sondern Menschen mit „Motion Capturing“ aufgenommen wurden, welche dann in dem Video zu Robotern werden.

Fazit

Ob Roboter irgendwann so gut (und gefährlich) wie in dem Video sind, ist noch ungewiss. Das obige Video jedoch ist reine CGI-Kunst.

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