Es war ein ganz normaler Tag, an dem Anna ihren Kaffee verschüttete. Aber als sie ein Foto davon mit einer humorvoll überspitzten, emotionalen Überschrift auf Social Media teilte, explodierte ihr Post förmlich. Warum? Die Antwort liegt nicht im Kaffee, sondern in der menschlichen Psyche. Forscher der University of Maryland haben den unsichtbaren Faden entdeckt, der emotionale Reaktionen mit der Wahrscheinlichkeit verknüpft, dass ein Social-Media-Beitrag in die Stratosphäre der Viralität katapultiert wird.

Das Rätsel der Viralität: Emotion

Egal, ob es um ein süßes Katzen-Video oder eine hitzige politische Debatte geht, die Katalysatoren hinter der viralen Traktion von Beiträgen bleiben oft ein Mysterium. Die Forscher der UMD haben es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Mysterium zu entschlüsseln, indem sie sich auf die Macht sehr spezifischer Emotionen konzentrierten – von der Wut bis zur Liebe, von herzerwärmenden Momenten bis zum Staunen.

Das Experiment

Über 4.000 Beiträge wurden sorgfältig von unabhängigen Juroren analysiert, die sich durch das Dickicht von Facebook-Posts in Polen und Litauen kämpften. Sie überprüften diese auf das Vorhandensein von über 20 verschiedenen Emotionen, indem sie ein Kaleidoskop multimedialer Inhalte untersuchten. Diese Herkulesaufgabe diente dazu, fundierte Modelle zu erstellen, die auf verschiedenen Emotionstheorien basierten, und so vorherzusagen, wie und warum wir teilen, was wir teilen.

Spezifität siegt: Die Erkenntnisse

Die Modelle, die spezifische Emotionen berücksichtigten, schnitten signifikant besser ab als ihre Pendants, die Emotionen breiter kategorisierten. Was treibt also das Teilen an? Wut, Verachtung, Liebe, Bewunderung, Niedlichkeit (oder „Kama Muta“), Staunen, Stolz, Traurigkeit und Belustigung – diese Gefühle waren die Stars der Show, die die Teilungshäufigkeit in die Höhe schnellen ließen. Auf der anderen Seite standen sexuelle Anziehung und Glück, die überraschenderweise mit einem Rückgang der Teilungshäufigkeit in Verbindung gebracht wurden.

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Jenseits der Likes: Die realen Konsequenzen

Während lustige, niedliche und erstaunliche Posts oft im Rampenlicht stehen, werfen Fehlinformationen und Verschwörungstheorien, die ebenfalls viral gehen, ernsthafte Fragen zur digitalen Informationsqualität auf. Dies unterstreicht die Dringlichkeit, emotionale Trigger zu verstehen, nicht nur um Engagement zu fördern, sondern auch um die Wahrheit zu bewahren und Faktenchecks in einer Ära zu stärken, in der ein Klick Fehlinformationen weltweit verbreiten kann.

Fazit: Die Macht der emotionalen Intelligenz im digitalen Zeitalter

Die Forschung der University of Maryland beleuchtet nicht nur, wie wir durch unsere Gefühle verbunden sind, sondern auch, wie diese Verbindungen das Teilen von Inhalten im digitalen Raum beeinflussen. Verstehen wir die emotionalen Unterströmungen, die unsere Entscheidungen prägen, können wir eine verantwortungsvollere, authentischere und wahrheitsgemäßere Online-Community fördern. In einer Welt, die zunehmend von Fehlinformationen geplagt wird, ist das kein netter Zusatz, sondern eine Notwendigkeit. Letztendlich zeigt sich, dass es beim Teilen von Inhalten weniger um das „Was“ geht, sondern vielmehr um das „Wie“ – die Emotionen, die unsere Menschlichkeit widerspiegeln und die Fäden der Viralität weben, die unsere digitale Welt zusammenhalten.

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Quelle:

UMD
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