Britisches Parlament wirft Facebook absichtlichen Datenmissbrauch vor

Wie DW und die Faktenfinder der Tagesschau berichten, fordern britische Abgeordnete eine strengere Überwachung von Facebook.

Nach dem Datenskandal bezüglich Cambridge Analytica untersuchte der Parlamentsausschuss unter anderem die Rolle von Facebook bei Desinformationskampagnen und die Auswirkungen auf Abstimmungen in Großbritannien.

Die Überprüfung der Datenpraktiken bei Facebook erstreckte sich über 18 Monate. Der Bericht kann unter parliament.uk eingesehen werden. Das britische Parlament sieht Facebook nicht in der Lage, Verbreitung von Desinformationen oder Wahlbeeinflussung einzudämmen.

„Wir benötigen eine radikale Umkehrung des Kräfteverhältnisses zwischen den Plattformen und den Menschen“,

sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Digitales, Damian Collins, bei der Vorstellung der Ergebnisse und titulierte den Technologieriesen als „Digital Gangster“.

Collins erklärte, Facebook habe versucht, die Arbeit des Gremiums „durch unvollständige, unaufrichtige und zuweilen irreführende Antworten auf unsere Fragen zunichte zu machen“.

Zuckerberg hatte mehrere Einladungen des Ausschusses ausgeschlagen.

Die Dominanz von Facebook, Twitter und Google ziehe große Risiken für Gesellschaften und Demokratien nach sich. Ein Verhaltenskodex in Gesetzesform, dessen Einhaltung von einem unabhängigen Regulierer überwacht wird, sei unerlässlich.

Die Regierung soll Medien dazu verpflichten, schädliche Inhalte sowie erwiesene Desinformation aus dem Netz zu nehmen. Zusätzlich fordern die Abgeordneten eine Reform des Wahlrechts mit Blick auf Wahlwerbung und Einflussnahme von außen.

Den Untersuchungen zufolge habe Facebook absichtlich die Privatsphäre von Nutzern und das Wettbewerbsrecht missbraucht. Hierbei soll dem Bericht zufolge das „mangelhafte Führungsverhalten“ von Mark Zuckerberg Teilschuld tragen.

Facebook weist die Vorwürfe zurück und erklärt sich „offen für eine sinnvolle Regulierung“. Das Unternehmen „unterstütze die Empfehlung des Ausschusses für eine Wahlrechtsreform“, vertritt aber auch die Meinung, dass „keine andere Plattform für politische Werbung so transparent sei“.


Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:

📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.

Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!

* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!


Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)