LGBTQ+-Verfechter meldeten Falschaussagen über das HIV-Medikament PrEP
Truvada, auch bekannt als PrEP, ist ein Medikament zur HIV-Risikoverringerung. Auf Facebook und Instagram kursieren aktuell Werbungen, die Falschaussagen über dieses Medikament verbreiten. So sollen laut Werbung Nebenwirkungen bei Einnahme der Präventivpille auftreten, darunter Nieren- oder Knochenprobleme. Es gibt allerdings keine Beweise, die dies belegen. Fakt jedoch ist, dass dieses Medikament mit einer HIV-Risikoverringerung von 99 Prozent bei Infektionsverdacht überaus effektiv ist.
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Hinter den Werbenden scheinen Anwälte zu stecken, die Mitglieder der LGBTQ+ Community für sich gewinnen wollen, um eine Klage gegen das Medikament anzustreben. – Begründet mit den angeblichen Nebenwirkungen.
Offener Brief an Facebook
52 LGBTQ+-Gruppierungen haben nun einen Brief an Facebook CEO Mark Zuckerberg gerichtet, um gegen diese Werbeeinschaltungen vorzugehen, wie cnet berichtet. In diesem äußert sich die LGBTQ+-Gruppierung GLAAD folgendermaßen:
By allowing these advertisements to persist on their platforms, Facebook and Instagram are convincing at-risk individuals to avoid PrEP, invariably leading to avoidable HIV infections. You are harming public health. Over 50 experts on AIDS and public health have provided research studies and first-hand knowledge that PrEP is safe, effective, and should be used by people who want to protect against HIV transmission.
Indem Facebook und Instagram zulassen, dass diese Anzeigen auf ihren Plattformen weiterhin geschaltet werden, überzeugen sie gefährdete Personen, PrEP zu vermeiden, was ausnahmslos zu vermeidbaren HIV-Infektionen führt. Sie schaden somit der öffentlichen Gesundheit. Über 50 Experten für AIDS und öffentliche Gesundheit haben Forschungsstudien und Wissen aus erster Hand zu Verfügung gestellt, dass PrEP sicher und wirksam ist und von Menschen verwendet werden sollte, die sich vor einer HIV-Übertragung schützen möchten.
Forderungen an Facebook
GLAADs Kommunikationsdirektor Rich Ferraro fordert, dass Facebook und deren Third Party-Überprüfer Informationen liefern müssen, die zeigen, inwiefern sie die in der Werbung enthaltenen Aussagen für zutreffend halten.
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Außerdem sollten diese Ads umgehend entfernt werden, und auch die Richtlinien für Werbeeinschaltungen überprüft und überarbeitet werden. Durch diese Falschinformationen werden eventuell HIV-Erkrankungen möglich, wenn die betroffenen Personen vor einer Einnahme von PrEP durch die Werbung beeinflusst zurückschrecken.
Eine für Facebook stellvertretende Person äußert sich dazu:
„We value our work with LGBTQ groups and constantly seek their input. While these ads do not violate our ad policies nor have they been rated false by third-party fact-checkers, we’re always examining ways to improve and help these key groups better understand how we apply our policies.“„Wir schätzen unsere Arbeit mit LGBTQ-Gruppen und suchen ständig deren Input. Obwohl diese Anzeigen weder gegen unsere Richtlinien verstoßen noch von Faktenprüfern von Drittanbietern als falsch eingestuft wurden, prüfen wir ständig, wie wir sie verbessern und diesen Schlüsselgruppen helfen zu können, besser zu verstehen, wie wir unsere Richtlinien anwenden.“
Quelle: Onlinemarketing.de
Artikelbild: Alexxndr / Shutterstock
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