Die Behauptung

Ein im Internet verbreitetes Bild zeigt angeblich historische Engelchen, die aus menschlichen Flatulenzen Seifenblasen erzeugen. Es wird behauptet, dieses Kunstwerk sei hunderte Jahre alt.

Unser Fazit

Das Bild stammt in Wahrheit von dem zeitgenössischen Künstler Arthur Berzinsh aus dem Jahr 2012 und ist eine digitale Grafik, kein historisches Ölgemälde.

Aktuell macht ein Bild die Runde, das eine Szene zeigt, in der drei Engel (Cherubim) die Flatulenzen einer nackt auf dem Bauch liegenden Frau nutzen, um Seifenblasen zu erzeugen. Das Bild wird von der Behauptung begleitet, dass jemand vor Hunderten von Jahren viel Zeit und Mühe investiert hat, um dieses Szenario zu malen: „Können wir uns nicht alle eine Minute Zeit nehmen und anerkennen, dass vor Hunderten von Jahren jemand stundenlang harte Arbeit in das Malen von Cherubinen investierte, die menschliche Furzblasen machten?“ – Diese Aussage suggeriert, dass das Kunstwerk möglicherweise aus dem Barock stammt und als historisches Ölgemälde zu betrachten ist.

Die Fakten zum „Furz-Seifenblasen-Gemälde“

Tatsächlich ist das Kunstwerk viel jünger, als es auf den ersten Blick scheint. Es wurde 2012 vom lettischen Künstler Arthur Berzinsh geschaffen und trägt natürlich auch einen schöneren Titel, als wir ihm hier verpasst haben, nämlich „Siesta“. Entgegen der Annahme, es handele sich um ein Ölgemälde aus dem Barock, ist das Werk eine digitale Raster- bzw. Pixelgrafik. Berzinsh veröffentlichte „Siesta“ im November 2012 auf seinem Facebook-Account.

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Hier hat er selbst angeführt, dass es sich um ein „digital photo painting“ handelt. Auf seiner Webseite ist „Siesta“ unter „Raster Graphics“ zu finden, und hier unter dem Abschnitt „Barock“.

Obwohl das Bild den Eindruck erweckt, einer anderen Epoche anzugehören, widersprechen seine Entstehung im digitalen Zeitalter und die Art seiner Herstellung dieser Annahme deutlich. Die Darstellung und das Thema des Bildes spielen mit historischen Motiven und der Vorstellung, es könnte sich um ein altes Meisterwerk handeln. Dies unterstreicht Berzinshs Fähigkeit, mit modernen Mitteln einen klassischen Eindruck zu erzeugen.

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Fragen und Antworten

Frage 1: Ist das Bild ein historisches Kunstwerk?
Antwort 1: Nein, das Bild „Siesta“ wurde 2012 von Arthur Berzinsh geschaffen und ist eine digitale Grafik.

Frage 2: In welcher Technik wurde das Bild erstellt?
Antwort 2: Das Bild ist eine Raster- bzw. Pixelgrafik, keine traditionelle Ölmalerei.

Frage 3: Warum könnte jemand denken, es sei ein altes Kunstwerk?
Antwort 3: Durch die Darstellung und Thematik erweckt das Bild den Eindruck, es könne aus der Renaissance oder dem Barock stammen.

Frage 4: Seit wann gibt es Seifenblasen?
Antwort 4: Der genaue Zeitpunkt ist unbekannt. Doch haben Sumerer bereits um 3000 v. Chr. Seife hergestellt. Und Seifenblasen finden sich beispielsweise in Gemälden aus dem 15. und 17. Jahrhundert.

Frage 5: Wann wurde das Bild erschaffen?
Antwort 5: Arthur Berzinsh gibt als Datum für die Entstehung seines Werks das Jahr 2012 an.

Fazit

Das Bild, das als historisches Kunstwerk erscheint, entstand tatsächlich im digitalen Zeitalter und ist eine Hommage an die Detailverliebtheit vergangener Epochen. Die Faszination für „Siesta“ liegt nicht nur in seiner humorvollen Darstellung, sondern auch in der Tatsache, dass es moderne digitale Techniken nutzt, um den Eindruck eines historischen Kunstwerks zu erwecken.

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)