Gatekeeper. Ein Begriff den viele Menschen noch nicht gehört haben, der aber in Zeiten von Social Media ungemein an Wichtigkeit gewonnen hat.

Social Media hat unser Medienverhalten stark verändert. Erinnert man sich zurück an die 70er oder 80er Jahre (sofern man alt genug ist), dann erinnert man sich noch an wenige TV und Radiosender. Anfangs gab es nur die öffentlich-rechtlichen Sender, in den 80ern kamen dann die Privatsender hinzu.

Damals war es schlichtweg so, dass in wenigen Sendern teuer und aufwändig produziert wurde. Gleichzeitig hatten zu jener Zeit in den Sendern, gerade in den Nachrichtensendungen, Journalisten die sogenannte Gatekeeper Funktion inne.

Gatekeeper Funktion bedeutet in diesem Fall, dass diese Journalisten einerseits geschaut haben, ob das gesendete überhaupt relevant ist, und ob in zweiter Linie natürlich auch das gesendete korrekt ist. Das waren die beiden wichtigen Funktionen des Gatekeepers.

Social Media hat diese Funktion natürlich verändert. Heute sind wir, und ich sage bewusst „dank“ Social Media, alle in der Lage etwas zu senden. Das bedeutet, wir können alle kostengünstig und ohne große technische Hürden an Social-Media teilnehmen, und ohne große Probleme beispielsweise einen Livestream über YouTube oder Facebook starten.

Allein schon das einfache Absenden eines Textes macht uns zu Sendern. Das bedeutet aber auch auf der anderen Seite, dass sich die Gatekeeper-Funktion verändert hat. Die Gatekeeper-Funktion ist nicht weg, sie ist nur jetzt anders gelagert.

Das bedeutet, wir selbst sind auf einmal zu den Gatekeepern geworden, und dass mehr oder weniger freiwillig. Wir müssen also selbst auf einmal entscheiden, ob ein Inhalt relevant ist, den wir versenden wollen. Rein technisch sind wir natürlich in der Lage, den nächstgelegenen Mistkübel 12 Stunden lang durch den Äther zu streamen. Das hat natürlich keine weitere Relevanz, aber wir können es schlichtweg. Damit hätten wir jedoch in diesem Punkt die Gatekeeper-Funktion nicht erfüllt.

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Auf der anderen Seite muss ich als Konsument auf einmal in der Lage sein, die Inhalte, die ich konsumiere, auch auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Die beiden wichtigen Säulen der Gatekeeper Funktion haben sich also verlagert von Personen, die in Sendern arbeiten, hin zu den Menschen, die an Social Media teilnehmen.

Und genau darin besteht im Grunde genommen die große Anforderung, wenn man danach schreit, dass Menschen Falschmeldung erkennen müssen. Es geht in der Bildungsarbeit nicht alleine darum dass man irgendwas beibringt, wie man Falschmeldungen erkennen kann oder welche Anzeichen Falschmeldung haben können, sondern dass Menschen wirklich begreifen, was es bedeutet ein Gatekeeper zu sein.

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Es ist unser Netz!

Lernen wir einfach, dass man in der Lage sein sollte, von sich selbst aus zu entscheiden, ob das, was man anderen auf Social Media mitteilt, auch wirklich relevant ist oder ob man vielleicht einfach mal, ja vielleicht den Mund halten sollte. Literally.

Und auf der anderen Seite ist es tatsächlich eben genau dieses Falschmeldungen-Erkennen, was überall propagiert wird. Natürlich gehört das auch dazu, wenn man sich die verlagerte Gatekeeper Funktion anschaut. Also lasst es uns angehen, werden wir in Zukunft alle zu Gatekeepern!  Wie das funktioniert? Nun, dabei helfen wir von Mimikama natürlich gerne., nicht allein mit unseren Artikeln auf unserer Webseite, sondern natürlich auch mit Kursen und Fortbildung, die man bei uns buchen kann.

Artikelbild: Shutterstock / Von Oleksii Sidorov

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