Wer würde das nicht wollen: einen einfachen Job, bei dem man gutes Geld verdient! Aber seien Sie vorsichtig, es könnte ein Betrug sein!
Unzählige Jobangebote als sogenannter „Warenagent“ finden sich mittlerweile in Portalen von bekannten Arbeitsplatz-Vermittlungen. Einfacher Job, ohne große Anforderungen – jeder der auf Jobsuche ist, hat solche Anzeigen bereits gesehen. Wer hier misstrauisch wird, liegt richtig, denn oft sind diese Stellenanzeigen Betrug.
Jobangebot
Die „Tätigkeit“ besteht darin, Pakete zu empfangen, „zu prüfen“ und umzupacken. Danach sollen die Pakete weitergesendet werden, häufig ins Ausland. In den Paketen sind meist hochwertige Waren wie Smartphones, Tablets oder andere hochwertige Gegenstände enthalten. Die Betrüger haben folglich die Waren in ihren Händen, können kaum nachverfolgt werden und es gibt mehrere Arten von Geschädigten in diesem Betrugsablauf. Auch der Warenagent selbst macht sich hierbei mitschuldig!
In unserem Zuständigkeitsbereich gab es in den letzten Tagen immer wieder Fälle der neuen Betrugsmasche. Dabei wurden Personen mit einem vermeintlich lukrativen Jobangebot angelockt, dienten letztendlich aber für illegale Zwischenhändler-Geschäfte. Die Beschuldigten wissen in der Regel nicht, dass sie damit strafrechtlich in Erscheinung treten.
So erging es auch einem 18-Jährigen aus Leimen. Dieser versendete innerhalb kürzester Zeit 39 Pakete nach Russland, Polen und Litauen. Bei einer Wohnungsdurchsuchung am vergangenen Dienstag, den 08. Juni 2021 konnten noch 5 weitere Pakete sichergestellt werden.
Tipps von der Polizei
Die Polizei Mannheim gibt folgende Tipps bei der Jobsuche:
- Nehmen Sie nur seriöse Jobangebote an, auch wenn die hohen
Einkünfte verlockend erscheinen. - Stellen Sie im Vorstellungsgespräch Fragen. Werden Sie
misstrauisch, wenn der Arbeitsablauf nicht erklärt oder
begründet werden kann. - Recherchieren Sie angeblichen Auftraggeber. Suchen Sie die
Webseite und rufen Sie dort den Kontakt im Impressum an. Fragen
Sie nach Ihrer Kontaktperson. - Antworten Sie nicht auf dubiose E-Mail-Angebote, die Ihnen
ungefragt zugesendet werden. Stellen Sie keinen Kontakt zum
Absender her. - Wenn Sie erst im Verlauf Ihrer Arbeit bemerken, dass es sich
womöglich um solch eine Warenagent-Tätigkeit handelt, wenden Sie
sich an das nächstgelegene Polizeirevier.
Quelle: PP/Polizeipräsidium Mannheim
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