Anscheinend gibt es ein neues Hobby für manche Nutzer: Zitate erfinden und Politikern in den Mund legen.
Uwe Ostertag machte es vor, andere machen es nach: Politiker-Zitate frei erfinden und als Bild verteilen. Weil alles, was auf einem Bild steht, wahr sein muss. Das wissen wir alle.
Konkret bekamen wir Anfragen zu jenem Beitrag:
Wir haben es im obigen Screenshot mit einem Kreis markiert, was der wichtige Teil des Bildes ist: Satire.
„Die Deutschen müssen, und sei es mit un-orthodoxen Mitteln, zum Islam gezwungen werden. Denn… eine Gesellschaft „ohne“ Islam, ist keine Gesellschaft; und somit nicht lebenswert.“
Es ist nicht verwunderlich, dass keine einzige Quelle für dieses Zitat auffindbar ist: Es wurde frei erfunden und als „Satire“ bezeichnet, damit man nötigenfalls den Hals aus der Schlinge ziehen kann, wenn eine Klage wegen Verleumdung ins Haus flattert.
„Aber es könnte doch sein!“
Eine der beliebtesten Aussagen, wenn auf „Satire“ hingewiesen wird.

Das Problem: Sie hat es eben nie gesagt. Da bringt es auch nichts, zu sagen, dass es ja „voll im Rahmen des Möglichen“ sei, es ist und bleibt eine Falschbehauptung, streng genommen sogar eine Verleumdung, die nichts mehr mit Satire zu tun hat, sondern nur darauf abzielt, gegen eine bestimmte Person und eine Partei zu hetzen.
Und dass der Begriff „Satire“ nicht vor Strafverfolgung schützt, also kein Wunderschild gegen die Justiz ist, durfte der „König der Trolle“ Uwe Ostertag Anfang 2017 bereits erleben. Insofern raten wir davon ab, Zitate zu fälschen und als „Satire“ zu deklarieren.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
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