Wir hatten schon einmal über dieses Thema berichtet, und nun ist es aufgrund eines neu hochgeladenen Videos auf Facebook vom April 2023 mit über 2 Millionen Aufrufen wieder in den Fokus gerückt. Dieses Video zeigt, wie ein Küken in einem bereits geöffneten Ei heranwächst. Anfragende Nutzer vermuten hinter diesem Video einen Fake, doch dem ist nicht so! Wer schon immer vom Wachstum eines Kükens im Ei fasziniert war, kann dies in diesem Zeitraffer-Video eindrucksvoll beobachten.
Das faszinierende Küken-Video, welches rund eine Minute andauert, präsentiert auf eindrucksvolle Weise, wie ein Ei sorgfältig geöffnet, der Inhalt behutsam entnommen und aufbereitet wird, bevor er zurück in das offene Ei gelegt wird. Im Laufe des Videos wird man Zeuge der beeindruckenden Entwicklung des Kükens und kann schließlich bestaunen, wie es lebendig aus dem geöffneten Ei hervortritt.
Überraschenderweise stammt das Video nicht aus einem Forschungslabor, sondern von japanischen Schülern. Sie zeigen, wie aus einem Hühnerei durch künstliche Befruchtung ein Küken schlüpft.

Es gibt sogar detaillierte Anleitungen, wie man ein solches Küken aufzieht. In einem früheren Artikel verwiesen wir auf Professor Yutaka Tahara und Dr. Katsuya Obara von der Takanedai Tierklinik. Die beiden haben diese Methode entwickelt und ein ausführliches Dokument verfasst, das den genauen Ablauf und die Methodik beschreibt (HIER).
Küken im offenen Ei: Wie es funktioniert
Allerdings muss man sich auf mögliche Verluste einstellen, denn das Überleben der Küken ist nicht garantiert. Zwar überlebten 90 Prozent der Embryonen bis zum 17. Tag, doch selbst eine Belüftung mit reinem Sauerstoff ab Tag 17 führte nur zu einer Schlupfrate von 57,1 Prozent.
Hinter dem scheinbar spielerischen Experiment steckt jedoch ein wissenschaftlicher Zweck: Hühner eignen sich besser als Labormäuse, um bestimmte Gendefekte zu untersuchen. So könnten Küken mit Gendefekten im Glas gezüchtet und bereits im Embryonalstadium untersucht werden, um mögliche Behandlungsmethoden zu identifizieren. Auch Stammzellforschung an Hühnerembryonen ist denkbar. Sie ist in Deutschland grundsätzlich verboten, bei Hühnern aber erlaubt, weil sie bis kurz vor dem Schlüpfen kein Schmerzempfinden haben, so Professor Michael Lierz von der Universität Gießen.
Auch für den Artenschutz sind die Versuche interessant: Wenn die Methode eines Tages perfektioniert ist, könnten vom Aussterben bedrohte Vogelarten durch künstliche Befruchtung im Labor erhalten werden. Obwohl das Video einfach aussieht, ist es doch mit erheblichem Aufwand verbunden.
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