Betrüger finden immer wieder neue Wege, um an persönliche Daten von unvorsichtigen Nutzern zu gelangen. Ein neues Beispiel dafür ist eine SMS, die angeblich von O2 stammt und Nutzer dazu auffordert, ihre Daten zu verifizieren. Doch Vorsicht: Diese Nachricht stammt nicht von O2!

MIMIKAMA

Die besagte SMS lautet:

„Guten Tag, Ihre O2-Verträge werden um 19:00 Uhr gekündigt und gesperrt!
Verifizieren Sie umgehend Ihre Daten auf: https://login.02-center.de
Ihr 02-Service Team“.

Auf den ersten Blick mag die Nachricht beunruhigend wirken. Doch es gibt klare Hinweise darauf, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt.

Fälschung im Namen von O2 erkennen

  1. Schreibfehler und ungewöhnliche Formulierungen: Die Nachricht enthält merkwürdige Formulierungen und offensichtliche Grammatikfehler, wie das fehlende Wort nach „Verifizieren Sie umgehend Ihre“.
  2. Falsche URL: Die in der SMS angegebene Webadresse ähnelt der offiziellen O2-Webseite, weist jedoch einen Fehler auf („02“ statt „O2“).
  3. Ungefragte Aufforderung zur Datenverifizierung: Seriöse Unternehmen wie O2 fordern ihre Kunden in der Regel nicht per SMS dazu auf, ihre Daten zu verifizieren, insbesondere nicht mit einer Drohung, den Vertrag zu kündigen.

Telefonica warnt vor Schadsoftware

Das mobile Internet bietet uns viele Vorteile, von der Kommunikation über soziale Medien bis hin zum Online-Shopping. Doch wie jedes System kann auch unser Smartphone zum Ziel von Betrügern werden. Eine der neuesten Maschen sind gefälschte Nachrichten, die zum Klick auf einen Link auffordern – mit zum Teil verheerenden Folgen.

Was passiert nach dem Klicken?

Wenn Sie einer solchen Aufforderung nachkommen, wird sofort eine Schadsoftware (Malware) auf Ihrem Gerät installiert. Diese ermöglicht es den Angreifern, über Ihr Smartphone beispielsweise SMS ins außereuropäische Ausland abzusetzen. Solche Aktionen können hohe Kosten zur Folge haben, die – wenn Sie nicht schnell reagieren – zu einer bösen Überraschung auf Ihrer nächsten Rechnung werden können.

Lesen Sie auch >   Manipuliertes Bild zeigt angeblich Tschernobyl-Karotten

Sicherheit geht vor: So reinigen Sie Ihr Gerät

Es ist möglich, dass Varianten eines Trojaners im Umlauf sind, die sich nicht so einfach deinstallieren lassen. Es wird daher empfohlen, das Smartphone vollständig zu bereinigen:

  • Aktivieren Sie den Flugmodus: Um sicherzustellen, dass keine weiteren Daten übertragen werden, schalten Sie Ihr Gerät sofort in den Flugmodus.
  • Daten sichern: Bevor Sie mit dem Löschen beginnen, sichern Sie alle wichtigen Daten. Dazu gehören Fotos, Kontakte und Chatverläufe. Viele Android-Nutzer werden feststellen, dass ein Großteil ihrer Daten bereits in der Google Cloud gespeichert ist. Denken Sie daran, dass Sie während der Sicherung Ihr WLAN nutzen können, solange sich das Smartphone im Flugmodus befindet.
  • Auf Werkseinstellungen zurücksetzen: Gehen Sie zu den Einstellungen Ihres Geräts und wählen Sie die Option „Zurücksetzen“ und anschließend „Auf Werkseinstellungen zurücksetzen (Alles löschen)“. Wenn dies nicht möglich ist, versuchen Sie, das Gerät über die Ein-/Aus-Taste und die Lautstärketasten zurückzusetzen. Hier finden Sie weitere Anleitungen.
  • Daten wiederherstellen und Anwendungen neu installieren: Nach dem Reset können Sie Ihre zuvor gesicherten Daten wieder auf das Smartphone spielen. Achten Sie darauf, dass Sie nicht die alten Apps, sondern nur Ihre persönlichen Daten wiederherstellen. Alle gewünschten Apps sollten aus vertrauenswürdigen Quellen wie dem Google Play Store neu installiert werden.

Abschließender Tipp

Seien Sie stets wachsam und misstrauisch, wenn Sie aufgefordert werden, auf unbekannte Links zu klicken. Ihre Daten und Ihr finanzielles Wohlergehen können davon abhängen.

Das könnte auch interessieren:

Phishing auf Facebook: Wie Betrüger Ihre Identität, Ihr Profil, Ihre Gruppe und Seite stehlen
Das „Hallo“-Phänomen: Warum stille Mitleser in Facebook-Gruppen zum Interagieren aufgefordert werden
Digitaler Detektiv: Falschinformationen enttarnen

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)